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Freitag, 18. Januar 2013

[Rezension] Bethany Hamilton - Soul Surfer

Bethany Hamilton (mit Rick Bundschuh & Sheryl Berk) - Soul Surfer: A True Story of Faith, Family and Fighting to Get Back on the Board
dt. Ausgabe: Soul Surfer - Meine Geschichte; Brunnen Verlag; 14,99€


  
Inhalt (lt. Goodreads.com): They say Bethany Hamilton has saltwater in her veins. How else could one explain the passion that drives her to surf? How else could one explain that nothing—not even the loss of her arm—could come between her and the waves? That Halloween morning in Kauai, Hawaii, Bethany responded to the shark’s stealth attack with the calm of a girl with God on her side. Pushing pain and panic aside, she began to paddle with one arm, focusing on a single thought: “Get to the beach....” And when the first thing Bethany wanted to know after surgery was “When can I surf again?” it became clear that her spirit and determination were part of a greater story—a tale of courage and faith that this soft-spoken girl would come to share with the world. 

Seit Bethany Hamilton im Jahr 2003 bei einer Haiattacke den linken Arm verlor und ihre Geschichte in einem Bestseller veröffentlicht hat, ist viel passiert. Heute ist Bethany 22 Jahre alt. Ihr Leben wurde mit hochkarätigen Stars wie Helen Hunt und Dennis Quaid fürs Kino verfilmt. Doch dass sie nicht nur hinter die Kulissen eines Hollywoodfilmdrehs blicken konnte, sondern auch als gefragter Gast in Talkshows, Gemeinden und für Hilfsorganisationen wie World Vision um die Welt reist, beschreibt sie jetzt in der Neuauflage ihres Bestsellers "Soul Surfer".
Bethanys Lebensmut, ihr unermüdliches Gottvertrauen und ihren Spaß am Surfen will sie auch anderen Menschen vermitteln - am liebsten denen, die vom Leben bisher wenig Gutes erfahren haben. So hat sie beispielsweise mitgeholfen, Kindern aus Tsunamigebieten spielerisch die Furcht vor dem Meer zu nehmen.
Bethany Hamilton surft heute für die US-Nationalmannschaft und wurde im Februar 2012 von der Vereinigung der Profisurfer mit dem Preis als beste und fairste Surferin mit großem Vorbildcharakter geehrt.


Genre: Non-Fiction // Biografie

Gelesene Ausgabe:
Seiten: 222
Preis: 5,80€
Verlag: MTV Books

Meine Meinung:
Aufmerksam geworden auf Bethany Hamilton bin ich durch das Lesen der Zeitschrift 'View' in der kurz beschrieben wurde, was mit ihr passiert ist, wie sie damit umgeht und dass es demnächst einen Film davon geben würde. Die Geschichte hat mich sehr beeindruckt und ich wollte den Film unbedingt sehen. Am Wochenende hatte ich Zeit dafür (zum Film in den nächsten Tagen mehr) und wollte danach auch ihre Biografie lesen.
Die Biografie wurde weniger als ein Jahr nach der Haiattacke geschrieben und im Nachhinein wurden immernoch hier und da etwas dazugeschrieben: Updates, wie sie Jahr später lebt oder ein Filmtagebuch, so wie Interviews mit den Schauspielern zur Verfilmung.
Bethany sagt selbst, dass sie sich den Trubel niemals ausgesucht hätte, aber da es nun so ist, möchte sie eine Vorbildfigur sein und anderen Beeinträchtigten zeigen, dass das Leben trotzdem lebenswert bleibt.
In dem Buch kommt hervor, dass Bethany eine unglaublich starke Persönlichkeit ist, der der Rückhalt ihrer Familie sehr wichtig ist. Sie beschreibt die Ereignisse fast nüchtern und beantwortet hier und da einige Fragen, die ihr oft gestellt wurden (z.B. ob sie Angst hatte, wieder ins Wasser zu gehen, etc.).
Wichtig ist Bethany auch ihr Glaube und das betont sie sehr oft. In anderen Rezensionen auf amazon oder goodreads habe ich oft gelesen, dass es einige gestört hat, dass sie ständig wiederholt, wie sehr sie an Gott glaubt. Ich persönlich bin auch keine gläubige Person und hatte Angst, dass mich das ähnlich stören würde, aber das tat es nicht. Anders als zum Beispiel in Nicholas Sparks-Roman möchte Bethany Hamilton den Lesern ihren Glauben nicht aufdrücken, sondern nur ihre Sichtweise erklären. Das fand ich vollkommen okay. In einer Situation wie ihrer kann ich auch sehr gut nachvollziehen, dass man sich an dem Glauben zu Gott (oder auch etwas anderes) festhält.
Auch wenn mich ihre Geschichte und einfach ihre Person sehr beeindruckt hat, wiederholte sich nach der Hälfte des Buches einfach das vorher gesagte. Das störte etwas.
Gelungen finde ich die Extras am Ende des Buches: Ihr Filmtagebuch, Interviews mit den Schauspielern und natürlich Fotos von ihr und ihrer Familie.
Fazit: Für mich ist Bethany Hamilton eine beeindruckende und starke Persönlichkeit und ihre Geschichte wirklich inspirierend.

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Dienstag, 14. August 2012

[Rezension] Nicholas Sparks & Micah Sparks - Nah und Fern

Nicholas Spark & Micah Sparks - Nah und Fern
OA: Three Weeks With My Brother; Little Brown Book Group; 9,10€


Inhalt (lt. amazon.de): Alles begann mit einer Werbepost. Bei Nicholas Sparks zu Hause in North Carolina herrschte mal wieder das totale Chaos -- genau jene Portion an (von fünf Kindern produziertem) Durcheinander, die der Schriftsteller zum Schreiben nach eigenem Bekunden offenbar dringend nötig hat. Trotzdem wollte es mit dem Plot seines Romans Das Lächeln der Sterne nicht so recht weiter gehen, also ging Sparks zum Briefkasten. Drinnen fand sich ein Prospekt, der von einer Weltreise erzählte: zu den Ruinen der Maya und der Inka, den riesigen Steinfiguren der Osterinseln, den „Killing Fields“ und der Felsenkirche von Äthiopien, bis zum Polarkreis und nach Australien. Flugs rief Sparks seinen ein Jahr älteren Bruder Micah in Los Angeles an, um ihn für die Reise zu gewinnen (natürlich nicht, ohne sich vorher mit seiner Frau besprochen zu haben!). Und schon bei den ersten Gesprächen vermischte sich die Vorfreude mit Erinnerungen an die eigene Kindheit: ein Aspekt, der den ganzen weiteren Fortgang dieses grandiosen Buchs bestimmt.

Genre: Biografie / Non-Fiction

Gelesene Ausgabe:
Seiten: 500

Preis: 8,95€

Verlag: Heyne Verlag

Meine Meinung:
Da ich ja in letzter Zeit ziemlich viele Nicholas Sparks Romane verschlungen habe, interessierte mich nun auch der Mann hinter den Büchern. Also legte ich mir seinen biografischen Roman 'Nah und Fern' zu. In diesem Roman erläutert Sparks zum einen seine Hintergrundgeschichte. Seine Kindheit, seine Familie und schließlich auch der Weg zum Bestseller-Autor. Nebenbei erzählt Sparks von einer dreiwöchigen Weltreise, die er mit seinem älteren Bruder Micah unternimmt.
Sowohl das deutsche als auch das englische Cover ist recht schön, da habe ich nichts dran auszusetzen. Der englische Titel 'Three Weeks With My Brother' ist auch super gewählt, da kann der deutsche Titel - wie immer - nicht mithalten. 'Nah und Fern'  - aha, und jetzt?
Der Schreibstil Sparks ging mir diesesmal schnell auf die Nerven (das hängt aber auch durchaus mit dem Inhalt zusammen). Ich fand nur, dass die Reise überhaupt nichts mit dem Leben des Autors zutun hatten. Die Übergänge waren völlig zusammenhangslos und die Erzählungen der Reiseabschnitte wurden nach einer Zeit langweilig, da sie sich immer wieder wiederholten: Wir waren in dem Land, machten eine Cocktailparty, besichtigten das, das war toll, weil.... das war nicht so schön, weil... Der Inhalt der Familiengeschichte war da durchaus interessanter, denn ich denke, dass man die Persönlichkeit eines Autors an seinen Büchern schon durchaus erkennen kann. Nicholas Sparks hatte auch bisher ein Leben, das erzählenswert ist.
Zu den Charakteren kann ich nichts sagen, schließlich ist es eine Biografie, aber ich möchte doch noch einiges loswerden über die Selbstdarstellung von Sparks: Diese hat mir den Roman nämlich gründlich versaut und mir den Autor extrem unsympathisch machen lassen. Man muss wissen, dass er es in seinem Leben nicht leicht hatte, sehr arm aufgewachsen ist und später auch mit einigen Todesfällen zu tun hatte. Nicholas Sparks stellt sich aber im gesamten Buchverlauf als Halbgott dar: Wie toll er diese Situation gemeistert hat, war er alles hingekriegt hat, wie arm seine Frau ohne ihn dran wäre. Also an Selbstbewusstsein mangelt es diesem Mann nicht!
Die Mitglieder seiner Familie stellt er als Stereotypen dar: Sein älterer Bruder - der Macho. Seine Schwester - die gutmütige Heilige. Sein Vater - der verbitterte Alte. Sein Frau - die gute Mutter. Das geht einem mindestens genauso auf die Nerven, wie die Lobpreisung auf sich selbst.
Fazit: Diese Biografie war für mich ein absoluter Reinfall. Ich bleibe lieber bei Sparks Büchern.

Bewertung: 1 von 5 Sternen