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Dienstag, 14. August 2012

[Rezension] Nicholas Sparks & Micah Sparks - Nah und Fern

Nicholas Spark & Micah Sparks - Nah und Fern
OA: Three Weeks With My Brother; Little Brown Book Group; 9,10€


Inhalt (lt. amazon.de): Alles begann mit einer Werbepost. Bei Nicholas Sparks zu Hause in North Carolina herrschte mal wieder das totale Chaos -- genau jene Portion an (von fünf Kindern produziertem) Durcheinander, die der Schriftsteller zum Schreiben nach eigenem Bekunden offenbar dringend nötig hat. Trotzdem wollte es mit dem Plot seines Romans Das Lächeln der Sterne nicht so recht weiter gehen, also ging Sparks zum Briefkasten. Drinnen fand sich ein Prospekt, der von einer Weltreise erzählte: zu den Ruinen der Maya und der Inka, den riesigen Steinfiguren der Osterinseln, den „Killing Fields“ und der Felsenkirche von Äthiopien, bis zum Polarkreis und nach Australien. Flugs rief Sparks seinen ein Jahr älteren Bruder Micah in Los Angeles an, um ihn für die Reise zu gewinnen (natürlich nicht, ohne sich vorher mit seiner Frau besprochen zu haben!). Und schon bei den ersten Gesprächen vermischte sich die Vorfreude mit Erinnerungen an die eigene Kindheit: ein Aspekt, der den ganzen weiteren Fortgang dieses grandiosen Buchs bestimmt.

Genre: Biografie / Non-Fiction

Gelesene Ausgabe:
Seiten: 500

Preis: 8,95€

Verlag: Heyne Verlag

Meine Meinung:
Da ich ja in letzter Zeit ziemlich viele Nicholas Sparks Romane verschlungen habe, interessierte mich nun auch der Mann hinter den Büchern. Also legte ich mir seinen biografischen Roman 'Nah und Fern' zu. In diesem Roman erläutert Sparks zum einen seine Hintergrundgeschichte. Seine Kindheit, seine Familie und schließlich auch der Weg zum Bestseller-Autor. Nebenbei erzählt Sparks von einer dreiwöchigen Weltreise, die er mit seinem älteren Bruder Micah unternimmt.
Sowohl das deutsche als auch das englische Cover ist recht schön, da habe ich nichts dran auszusetzen. Der englische Titel 'Three Weeks With My Brother' ist auch super gewählt, da kann der deutsche Titel - wie immer - nicht mithalten. 'Nah und Fern'  - aha, und jetzt?
Der Schreibstil Sparks ging mir diesesmal schnell auf die Nerven (das hängt aber auch durchaus mit dem Inhalt zusammen). Ich fand nur, dass die Reise überhaupt nichts mit dem Leben des Autors zutun hatten. Die Übergänge waren völlig zusammenhangslos und die Erzählungen der Reiseabschnitte wurden nach einer Zeit langweilig, da sie sich immer wieder wiederholten: Wir waren in dem Land, machten eine Cocktailparty, besichtigten das, das war toll, weil.... das war nicht so schön, weil... Der Inhalt der Familiengeschichte war da durchaus interessanter, denn ich denke, dass man die Persönlichkeit eines Autors an seinen Büchern schon durchaus erkennen kann. Nicholas Sparks hatte auch bisher ein Leben, das erzählenswert ist.
Zu den Charakteren kann ich nichts sagen, schließlich ist es eine Biografie, aber ich möchte doch noch einiges loswerden über die Selbstdarstellung von Sparks: Diese hat mir den Roman nämlich gründlich versaut und mir den Autor extrem unsympathisch machen lassen. Man muss wissen, dass er es in seinem Leben nicht leicht hatte, sehr arm aufgewachsen ist und später auch mit einigen Todesfällen zu tun hatte. Nicholas Sparks stellt sich aber im gesamten Buchverlauf als Halbgott dar: Wie toll er diese Situation gemeistert hat, war er alles hingekriegt hat, wie arm seine Frau ohne ihn dran wäre. Also an Selbstbewusstsein mangelt es diesem Mann nicht!
Die Mitglieder seiner Familie stellt er als Stereotypen dar: Sein älterer Bruder - der Macho. Seine Schwester - die gutmütige Heilige. Sein Vater - der verbitterte Alte. Sein Frau - die gute Mutter. Das geht einem mindestens genauso auf die Nerven, wie die Lobpreisung auf sich selbst.
Fazit: Diese Biografie war für mich ein absoluter Reinfall. Ich bleibe lieber bei Sparks Büchern.

Bewertung: 1 von 5 Sternen

Freitag, 27. Juli 2012

[Rezension] Nicholas Sparks - The Lucky One

Nicholas Sparks - The Lucky One
dt. Ausgabe: Für immer der Deine; Heyne Verlag; 9,95€

Inhalt (lt. Goodreads.com): When U.S. Marine Logan Thibault finds a photograph of a smiling young woman half-buried in the dirt during his third tour of duty in Iraq, his first instinct is to toss it aside. Instead, he brings it back to the base for someone to claim, but when no one does, he finds himself always carrying the photo in his pocket. Soon Thibault experiences a sudden streak of luck—winning poker games and even surviving deadly combat that kills two of his closest buddies. Only his best friend, Victor, seems to have an explanation for his good fortune: the photograph—his lucky charm.
Back home in Colorado, Thibault can’t seem to get the photo—and the woman in it—out of his mind. Believing that she somehow holds the key to his destiny, he sets out on a journey across the country to find her, never expecting the strong but vulnerable woman he encounters in Hampton, North Carolina—Elizabeth, a divorced mother with a young son—to be the girl he’s been waiting his whole life to meet. Caught off guard by the attraction he feels, Thibault keeps the story of the photo, and his luck, a secret. As he and Elizabeth embark upon a passionate and all-consuming love affair, the secret he is keeping will soon threaten to tear them apart—destroying not only their love, but also their lives.

Eigentlich hat Logan Thibault mit so etwas nicht im Mindesten gerechnet. Eines Tages joggt der Soldat im Irak durch die Wüste, um den Kopf frei zu bekommen, da sieht er im Sand etwas Helles in der Sonne blitzen. Es ist das Foto einer zauberhaften jungen Frau mit blitzenden, jadegrünen Augen, die ein T-Shirt mit der Aufschrift "Lucky Lady" trägt. Zunächst denkt sich Logan nichts dabei und hängt das Bild ans Schwarze Brett seines Armeecamps. Als niemand es zurückfordert, steckt er das Foto in die Tasche. Und von da an nimmt das Schicksal seinen Lauf. Denn Logan Thibault merkt, das das Bild – genauer: die atemberaubende Schöne, die darauf zu sehen ist – ihn zu beschützen scheint. Seit er die "Lucky Lady" bei sich trägt, hat er Glück im Spiel – warum also nicht auch in der Liebe? Mit detektivischem Spürsinn deutet Logan die wenigen Indizien des Fotos, die etwas über seinen Aufnahmeort verraten. Tatsächlich gelingt es ihm, die schöne Unbekannte – Beth – in einem winzigen Städtchen in North Carolina ausfindig zu machen. Um ihr nahe zu sein, nimmt der Held der US-Armee eine niedere Arbeit in der Hundeschule von Beths Großmutter an. Beth und Logan kommen sich näher, er verliebt sich unsterblich. Doch dann nimmt das Schicksal in Form eines dunklen Geheimnisses wieder eine unerwartete Wendung, die Glück in Unglück zu verkehren droht…

Genre: Romanze / Frauenliteratur

Gelesene Ausgabe:
Seiten: 400

Preis: 4,60€

Verlag: Vision

Eigene Meinung:
Ein Nicholas Sparks Roman. Entweder man liebt sie, oder man hasst sie. Ich liebe sie, soviel zuvor.
Das Buch las ich im Rahmen der BuchVerfilmungsChallenge. Den Film hatte ich mir zuvor schon im Kino angesehen, also wusste ich in etwa, worauf ich mich da einließ.
Der englische Titel ist sehr gut gewählt, wie ich finde und passt gut zur Handlung. Der deutsche Titel hingegen ist irgendwie sehr weit hergeholt, sehr kitschig und hat eigentlich nichts mit dem Inhalt des Romans zu tun...wie eigentlich alle deutschen Sparks-Titel.
Das Cover ist zwar sehr schön, sowohl das englische als auch das deutsche, aber absolut nichtssagend in beiden Fällen.
Aber das macht ja alles nichts, solange der Inhalt stimmt.
Ich mag Sparks Schreibstil extrem gerne. Es lässt sich leicht lesen, fesselt einen, rührt einen und löstv verschiedenste Gefühle aus. 'The Lucky One' wird aus drei unterschiedlichen Perspektiven erzählt, allerdings nicht aus der Ich-Perspektive, sondern der 3. Person, so dass man nicht den vollen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt der Protagonisten bekommt. Erzählt wird aus der Sicht von Beth, Thighbault bzw Logan und Beths Ex-Mann Clayton. Die Wechsel der Perspektiven finden pro Kapitel statt und passen immer!
Die Charaktere sind gut getroffen und sehr real. Beths, eine Frau Ende 20, die immernoch auf der Suche nach einem Mann an ihrer Seite ist, aber dennoch eine Vollblutmutter für ihren Sohn Ben ist. Logan Thibault, der auf der Suche nach der Frau ist, die ihm im Krieg Glück brachte, aber nicht genau weiß wieso. Und Beths Ex-Mann Clayton, der jähzornige und eifersüchtige Polizist.
Die Nebencharaktere, wie z.B. Beths Oma Nana oder ihr Sohn Ben wurden auch nicht vernachlässigt und sind gut getroffen.
Die Handlung an sich ist natürlich auch gut. Klar, irgendwie sind die Grundmuster in Sparks Romanen alle ziemlich ähnlich und einge Themen findet man in jedem Sparks-Roman (Musik, Tiere, Army, Kirche und die Liebe natürlich). Die Umsetzung war trotzdem sehr gelungen. Durch den Film wusste ich ja in etwa worum es geht und was passiert, aber dennoch war es nochmal ein völlig anderes Gefühl das Ganze zu lesen, denn der Autor hat feine Aspekte herausgearbeitet die in einem Film natürlich völlig untergehen.
Geschockt hat er mich am Ende (Achtung Spoiler): Im Film endet ja alles in einem Happy Ende, aber auf den letzten Seiten des Buches, dachte ich, das Ende dort wäre anders!! Ich dachte tatsächlich, dass Logan tot wäre! Da hat Nicholas Sparks die Leser aber ordentlich reingelegt. Respekt!
Fazit: Ein romantischer und lesenswerter Sparks!

Bewertung: 5 von 5 Sternen

Freitag, 10. Juni 2011

[Rezension] Tommy Jaud - Hummeldumm. Das Roman.

Tommy Jaud - Hummeldumm. Das Roman.

Inhalt (lt. goodreads.com): Zwei Wochen Namibia – das klingt doch eigentlich nach Traumurlaub in wilder Natur, nach Abenteuer und Freiheit. Doch bei Tommy Jaud wird aus dem Traum, wie kann es anders sein, schnell ein Alptraum und für Matze Klein beginnen am Flughafen von Windhoek „die zwei schlimmsten Wochen meines Lebens.“ Matze wird mit Freundin Sina in einem Kleinbus voller Bekloppter durch Namibia gekarrt – „neun Idioten in alberner Wanderkleidung“ angeführt von ihrem namibischen Tourguide Bahee. Als Matzes Fluchtversuch an der letzten Tankstelle vor der Namibwüste misslingt, ist die Katastrophe vorprogrammiert. Auf seiner Jagd nach Adaptern, Handynetz und Internetzugang taumelt Matze von einer Blamage in die andere und strapaziert seine Beziehung zu Sina bis zum Brechen.

Gelesene Ausgabe:
Seiten: 320

Preis: ca. 14€

Verlag: Scherz Verlag

Eigene Meinung: Von dem Roman darf man auf gar keinen Fall einen Reisebericht erwarten. Es ist wirklich nur ein Roman, nichts weiter. In dem Buch geht es um Matze, der sich mit seiner Freundin Sina auf eine Gruppenreise durch Namibia begibt. Dort hat er einigen Stress, da er vergessen hat die Reservierungsgebühr für die neue Wohnung zu bezahlen. Um die Überweisung zu tätigen und weiteres zu regeln stürzt sich Matze in ein großes Chaos und macht sich dabei sowohl bei seiner Reisegruppe, als auch bei seiner Freundin unbeliebt.
Besonders sympathisch fand ich den Reiseführer Bahee, der von dem Autor perfekt potraitiert wurde. Seine Kommentare haben mich das ein oder andere mal zum Schmunzeln gebracht. Auch die anderen Teilnehmer der Reise waren herrlich karikatiert. Die Hauptperson, Matze, aus dessen Sicht die Geschichte auch geschrieben ist, ging mir nach nur wenigen Seiten tierisch auf die Nerven. Für mich wurde es nach einer Zeit einfach unverständlich, wie man sich in solche Probleme stürzen konnte, obwohl sie eigentlich einfach zu bewältigen wären. Das sollte wahrscheinlich humorvoll sein, mir ging es aber auf die Nerven.
Tommy Jauds Schreibstil ließ sich flüssig und schnell lesen und nicht über Worte oder Sätze stolpern.
Die erste Hälfte war ich gespannt, wie Matze sich wohl aus dem Schlamassel retten würde, doch als sich das selbe Spiel immer und immer wiederholte war ich nur noch genervt, da es wirklich jedesmal dasselbe war. Letzendlich wurde ich von 'Hummeldumm' eher enttäuscht.
Fazit: Anfangs sehr lustig, danach aber realtiv stumpfer Humor.

Bewertung: 3 von 5 Sternen