Samstag, 18. Mai 2013

[Rezension] Jonathan Safran Foer - Extremely Loud & Incredibly Close



Jonathan Safran Foer - Extremely Loud & Incredibly Close
dt. Ausgabe: Extrem laut und unglaublich nah; Fischer Verlag; ab 7,95€

Inhalt (lt. Goodreads.com): Nine-year-old Oskar Schell has embarked on an urgent, secret mission that will take him through the five boroughs of New York. His goal is to find the lock that matches a mysterious key that belonged to his father, who died in the World Trade Center on the morning of September 11. This seemingly impossible task will bring Oskar into contact with survivors of all sorts on an exhilarating, affecting, often hilarious, and ultimately healing journey.

Oskar Blum ist altklug und naseweis, hochbegabt und phantasievoll. Eine kleine Nervensäge, die schon mit neun Jahren eine Visitenkarte vorweist, auf der sie sich als Erfinder, Schmuckdesigner und Tamburinspieler ausweist. Vor allem aber ist Oskar todtraurig und tief verstört. Auch noch zwei Jahre nachdem sein Vater beim Angriff auf das World Trade Center ums Leben kam. Nun will er herausfinden, warum Thomas Schell, der ein Juweliergeschäft hatte, sich ausgerechnet an diesem Tag dort aufhielt. Mit seinem Tamburin zieht Oskar durch New York und gerät in aberwitzige Abenteuer.

Genre: Gegenwartsliteratur

Gelesene Ausgabe:
Seiten: 326
Preis: ab 6,40€
Verlag: Penguin

Meine Meinung: 'Extremely Loud and Incredibly Close' erzhält die Geschichte von Oscar Schell, der bei dem Attentat am 11. September seinen Vater und somit auch seinen besten Freund verloren hat. Als er dann fast 1 1/2 Jahre später einen Schlüssel in einem Umschlag mit dem Namen 'Black' darauf findet, macht er sich auf den Weg um das Rätsel zu lösen, dass sein Vater ihm vermeintlich aufgegeben hat.
Ich habe vorher von diesem Buch noch nie etwas gehört gehabt. Es wurde jedoch sehr bekannt, nachdem der Film mit Tom Hanks und Sandra Bullock erschien (darüber werde ich in den nächsten Tagen berichten). Der Titel macht auf den ersten Blick noch keinen Sinn und auch nach dem Lesen muss man darüber nachdenken. Ich denke, dass jeder seine eigene Interpretation dazu finden kann.
Die Erzählperspektive ist sehr verwirrend und ich konnte mich auch während des Lesens nicht wirklich daran gewöhnen. Auf der einen Seite erzählt Oscar aus der Gegenwart. Dann gibt es jeweils Passagen, wo Oscars Oma ihm einen Brief schreibt und von ihrer Vergangenheit und Gegenwart mit seinem Opa erzählt. Und zu guter letzt erzählt auch Oscars Opa seine Lebensgeschichte. Manchmal kommt man da doch sehr durcheinander, vor allem weil es keine richtige Kapiteleinteilung gibt. Wenn sich die Erzählperspektive ändert, so  kam eine neue Überschrift, ansonsten gab es keine Absätze oder andere Einteilungen. Genrell hatte ich auch Schwierigkeiten mich auf die Geschichte zu konzentrieren, da ich den Schreibstil des Autors sehr komplex fand.
Viele Charaktere lernt man in dem Buch nicht kennen, jedenfalls nicht genau. Die Hauptperson ist natürlich Oscar. Und mit diesem hatte ich so meine Probleme. Oscar ist ein Kind von 9 Jahren, dass sozial ungeschickt ist und sich in seine Welt von Erfindungen und Wissenschaft vergräbt. Er ist seltsam und nervig. Das Problem für mich war, dass ich mich in Oscar absolut nicht hineinversetzen konnte. Die Figur nervte mich einfach und wie man sich denken kann, kann einem das den Lesespaß sehr vermiesen. Ich gehe davon aus, dass der Autor seine Hauptfigur auch annähernd so haben wollte, mir gefiel es allerdings nicht.
Die Geschichte an sich ist sehr berührend. Eine Junge, der sich auf ein Abenteuer begibt und so viele Leute kennen lernt, denen er sonst nie begegnet wäre. Wirklich eine super Idee, die sich jedoch ab und an wirklich in die Länge zog.
Fazit: Für mich hatte das Buch einige Längen und konnte mich nicht wirklich mitreißen. Schade, ich hätte mir mehr erhofft.

Bewertung: 3 von 5 Sternen

Donnerstag, 16. Mai 2013

[Neuzugänge] KW 20



Alle Bücher habe ich bei der 55. Taschenbuchwoche bei der Mayerschen Buchhandlung abgreifen können!

Marc Levy - Kinder der Hoffnung

Inhalt:
Toulouse in den vierziger Jahren: Der achtzehnjährige Raymond besteigt eine Straßenbahn. Als er wieder aussteigt, nennt er sich Jeannot – und schließt sich mit seinem Bruder der Résistance an ... Gemeinsam mit anderen Jungen und Mädchen kämpfen sie gegen die deutschen Besatzer und gegen die kollaborierende französische Miliz. Das Leben in der Illegalität und die Gefahr aufzufliegen zehren an Raymond und seinen Kameraden, denn nur allzu oft müssen sie miterleben, wie einer von ihnen sein Engagement mit dem Tod bezahlt. Doch Raymond und sein Bruder Claude wissen, wofür sie kämpfen: für ein freies Land, für eine Zukunft ohne Hass und Gewalt – und dafür, dass sie und ihre Kinder einstmals die Chance haben werden, die Liebe kennenzulernen. Jahre später erzählt Raymond seinem Sohn von jener Zeit, der bis dahin nichts von der Vergangenheit seines Vaters und dessen Verdiensten um sein Land ahnte. Der Sohn heißt Marc Levy.
 
 
 Nicole Richie - Die Vintage-Prinzessin
Inhalt: Charlotte Williams ist ein armes reiches Mädchen – verwöhnt, attraktiv, verschwenderisch und weltfremd. Vom echten Leben hat sie nicht viel mitbekommen, ihre Welt ist die Jeunesse dorée der Upper East Side Manhattans. Als ihr Vater in einen Finanzskandal verwickelt wird, bedeutet das den jähen Abschied aus ihrem Elfenbeinturm. Sie flüchtet nach New Orleans, um fernab von Presse und Paparazzi ein ganz normales Leben zu führen. Doch was für andere ein „normales Leben“ ist, entpuppt sich für Charlotte als eine sehr schwierige und exotische Aufgabe.
 
Jetta Carleton - In Frühlingsnächten
Inhalt:  Missouri, Anfang der Vierzigerjahre: Allen Liles, Mitte zwanzig, träumt von New York, vom Theater, von der Musik, vom Schreiben. Stattdessen beginnt sie an einem College in der tiefsten Provinz zu unterrichten, wie ihre Mutter und ihre Großmutter. Dort öffnet sie ihren Studenten ein Tor zur Welt, sie treffen sich in Bars und Cafés, diskutieren über Literatur, Philosophie, das Leben, bis spät in die Nacht. Als Allen sich in einen der Studenten verliebt, erkennt sie Grenzen, die sie lange ignoriert hat. Sie muss sich entscheiden, wofür es sich zu kämpfen lohnt – und was ihr die Freiheit wert ist.









Justyna Polanska - Unter deutschen Betten
Inhalt:
»Mein Name ist Justyna. Ich komme aus Polen. Ich bin Putzfrau. Ich sehe, wie es wirklich aussieht im Leben der Leute. Und was mir da manchmal begegnet, hätte ich nicht für möglich gehalten …« Täglich macht Justyna Bekanntschaft mit den »schmutzigen Geheimnissen« ihrer Kunden. Sie weiß genau, wer ein teures Auto vor der Tür hat, aber nicht genug im Kühlschrank, um satt zu werden. Wer auf coolen Macho macht, daheim aber in Bärchenwäsche schläft. Oder wer der eigenen Frau den liebevollen Ehemann vorspielt, vor der Putzfrau aber schon mal die Hosen runterlässt. Lange hat Justyna höflich geschwiegen, doch jetzt packt sie aus …
 
 
 
 
Alle Inhaltsangaben von amazon.de
 
Habt ihr von diesen Büchern schon welche gelesen? Welche interessieren euch am meisten?

Dienstag, 14. Mai 2013

[Rezension] Gabriele von Braun - Abgehakt

Gabriele von Braun - Abgehakt




Inhalt (Klappentext): Paula liebt Henning. Denkt sie. Doch als er ihr endlich den langersehnten Antrag macht, befallen sie plötzlich heftige Zweifel: Soll das jetzt wirklich schon alles gewesen sein im Leben? Hat sie nicht vielleicht etwas verpasst?

Mitten in ihrer Sinnkrise stolpert Paula auch noch über eine alte selbstverfasste Liste – mit lauter Dingen, die sie erlebt haben will, bevor sie mal Ja sagen sollte. Das muss ein Zeichen sein! Paula macht sich ans Werk – und erkennt am Ende, was sie wirklich will …

Genre: Frauenroman

Gelesene Ausgabe: (kaufen?)
Seiten: 304
Preis: 8,99€
Verlag: Bastei Lübbe

Meine Meinung: 'Abgehakt' erzählt die Geschichte von Paula, die nach dem Heiratsantrag ihres langjährigen Freundes Henning auf einmal kalte Füße kriegt und doch nicht so recht weiß, was sie will. Als sie dann noch eine Liste aus ihrer Jugendzeit findet in der sie auflistet, was sie noch alles tun möchte, bevor sie mal heiraten sollte. Aus diesem Grund macht sich Paula trotz Flugangst auf nach New York um nach sich selbst zu suchen.
Das Cover von 'Abgehakt' sprach mich sehr an, weswegen ich mich bei BloggdeinBuch auch auf dieses Buch beworben habe. Auch der Titel passt sehr zum Inhalt des Buches, da es eine Anspielung auf das Abhaken der Punkte auf der Liste ist.
Bisher hatte ich noch keine Bücher von Gabriele von Braun gelesen und hatte keine besonders hohen Erwartungen an den Schreibstil. Das kommt daher, dass ich bisher leider keine sonderlich guten Erfahrungen mit Autoren/-innen von Frauenromanen gemacht habe. 
Der Schreibstil der Autorin war jedoch locker und leicht, lustig und einfach sehr gut zu lesen. Ich könnte es mir sehr gut auch als Strandlektüre vorstellen, da es nicht sonderlich anspruchsvoll ist und man es gut in jeder Umgebung lesen kann.
Paula als Hauptcharakterin gefiel mir sehr gut. Auch hier habe ich desöfteren Probleme im Genre der Frauenromane, dass die Hauptfiguren mir oft ziemlich auf die Nerven gehen oder ich mit ihren Problemen nicht auseinandersetzen kann, da der Altersunterschied zu groß ist. All dies war bei 'Abgehakt' nicht der Fall gewesen. Paula war sympathisch und realistisch dargestellt, ich konnte ihre Gefühle gut nachvollziehen und mich mit ihr identifizieren. Größere Probleme hatte ich da allerdings mit Paulas Freundinnen. Zwar wurden diese zu Beginn des Romans vorgestellt, ich konnte mir aber aprtout nicht einprägen wer wer ist. Diese Schwierigkeit blieb bis zum Schluss und war ab und an etwas störend.
Die Geschichte an sich ist raffiniert und unterhaltsam zu lesen. Auch wenn sie in einem gewissen Maß vorhersehbar ist und nach einem speziellen Muster abläuft, machte es Spaß Paulas Abenteuer zu verfolgen.
Fazit: Mit 'Abgehakt' erwartet dich ein lustiger und unterhaltsamer Frauenroman für den kleinen Lesehunger zwischendurch.

Bewertung: 4 von 5 Sternen


Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an:


Sonntag, 12. Mai 2013

[Rezension] Joanne Horniman - Über ein Mädchen

Joanne Horniman - Über ein Mädchen
OA: About a Girl; Allen & Unwin; 8,10€



Inhalt (Klappentext): Anna ist schüchtern und einsam – bis sie Flynn trifft, zuerst mit Gitarre auf der Bühne, dann im Café, dann mit vollen Einkaufstaschen auf der Straße. Beide fühlen sich unwiderstehlich zueinander hingezogen. Zusammen zeichnen sie, essen Bananenkuchen, träumen, baden, lachen – und lieben sich. Doch auch zwischen Liebenden gibt es Geheimnisse; auch Liebende sind sich manchmal unglaublich fremd und manchmal hält die Liebe nicht …

Genre: Jugendbuch // Romanze

Gelesene Ausgabe: (kaufen?)
Seiten: 224
Preis: 15,90€
Verlag: Carlsen Verlag

Meine Meinung: Ein wunderschönes Cover, das auch ein echter Blickfang ist. Die Farben und die Aufmachungen sprechen mich sehr an, obwohl ich normalerweise nicht der Typ für rosa bin. Auch die kleinen Details stimmen: So war ich erst alarmiert, als ich auf dem Buchdeckel Tassenabdrücke fand. Die gehören allerdings zum Buch dazu.
'Über ein Mädchen' erzählt die Geschichte von Anna und Flynn, die sich in einer Stadt in Australien begegnen. Beide sind etwas einsam und fühlen sich sofort zueinander hingezogen.  Doch beide haben eine Vergangenheit, die sie zuerst nicht miteinander teilen wollen. Hält ihre Beziehung trotzdem?
Die Geschichte wird aus Annas Perspektive erzählt und ist in drei Teile eingeteilt: Die Gegenwart (Der Anfang) - Die Vergangenheit - Die Gegenwart. Den Aufbau und die Erzählperspektive ist gelungen und klar gewesen.
Joanne Horniman schreibt auf eine sehr interessante Art und Weise und hat einen Blick für die kleinen und schönen Dinge im Leben, die das Lesen besonders machen. Beim Lesen fühlte ich mich wie in einer Traumwelt und fernab der Realität, obwohl die Geschichte äußerst real wirkt. Das gefiel mir sehr gut.
Über die Charaktere erfährt man nur Stück für Stück etwas. Das ist etwas, was ich persönlich nicht wirklich leiden kann. Ich mag es nicht, wenn man im Grunde nichts über die Person weiß, die dort gerade erzählt. Langsam wird man aber erlöst und erfährt immer mehr sowohl über Anna als auch über Flynn. Gut finde ich zum Beispiel auch, dass beide Mädchen etwas älter sind, denn meistens findet man ja kaum Romane die über um-20-jährige handeln.
Beide Charaktere waren interessant dargestellt, manchmal jedoch fehlte mir etwas die Tiefe, was ich daran merkte, dass ich mir die beiden Mädchen kaum bildlich vorstellen konnte, was mir sonst sehr leicht fällt.
Die Geschichte an sich ist mit seinen 200 Seiten eher kurz gehalten und zeigt quasi eine 'Momentaufnahme' einer Liebesgeschichte. Diese ist keinerweise kitschig erzählt, sondern realistisch und trotzdem schön. Bisher bin ich dem Thema 'lesbische Liebe' in Büchern noch nie begegnet und war gespannt, wie es umgesetzt sein würde. Ich war positiv überrascht, da es der Autorin gelungen ist, das für manche wohl eher ungewohnte Thema unbeschämt einzufangen.
Fazit: Eine schöne Momentaufnahme von Liebenden, deren Charaktere ein wenig an Tiefe fehlte.

Bewertung: 4 von 5 Sternen


Herzlichen Dank an den Carlsen Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! 




Donnerstag, 9. Mai 2013

[Neuzugänge] KW 19

BloggdeinBuch Rezensionsexemplare

Gabriele von Braun - Abgehakt

Inhalt (amazon.de):
Paula liebt Henning. Denkt sie. Doch als er ihr endlich den langersehnten Antrag macht, befallen sie plötzlich heftige Zweifel: Soll das jetzt wirklich schon alles gewesen sein im Leben? Hat sie nicht vielleicht etwas verpasst? Mitten in ihrer Sinnkrise stolpert Paula auch noch über eine alte selbstverfasste Liste - mit lauter Dingen, die sie erlebt haben will, bevor sie mal Ja sagen sollte. Das muss ein Zeichen sein! Paula macht sich ans Werk - und erkennt am Ende, was sie wirklich will -

Mein Buchgewinn vom Welttag des Buches 2013! :)

Donna Freitas - Wie viel Leben passt in eine Tüte?
Inhalt (amazon.de):
Ein iPod mit Liedern, ein Foto mit Pfingstrosen, ein Kristallherz, Buntstifte, ein Papierstern, ein Papierdrachen. Das alles befindet sich in der schlichten braunen Papiertüte mit der Aufschrift "Roses Survival Kit", die Rose am Tag der Beerdigung ihrer Mutter findet. Es ist ein letztes Geschenk an Rose - und der Beginn einer Reise. Zögernd lässt Rose sich darauf ein. Jeder Gegenstand scheint sie dabei auf seltsame Art zu Will zu führen. Schon bald merkt sie, dass sie mehr für den zurückhaltenden Jungen empfindet. Doch dann geschieht etwas, dass Roses und Wills aufkeimendes Glück tief erschüttert. Ob ihre Mutter ihr auch für diese Situation etwas hinterlassen hat? Ein bewegender und doch leichtfüßiger Roman über den Schmerz des Abschiednehmens und den Zauber eines Neuanfangs.
Tauschbuch

Aimme Friedman - Sea Change
Inhalt (amazon.de):
Die sechzehnjährige Miranda ist sehr begabt was Wissenschaften angeht, jedoch vollkommen unbegabt, wenn es um Jungs geht.So ist sie froh, als sie nach einer katastrophalen Beziehung den Sommer mit ihrer Mutter auf einer Insel verbringen soll, um das Erbe ihrer Großmutter zu ordnen. Dort findet sie schnell neue Freunde und eine Insel mit einer mysteriösen und mystischen Vergangenheit und voller Gegebenheiten, die für ihren logisch denkenden Verstand keinen Sinn ergeben. Und sie trifft auf Leo, der sie alles in Frage stellen läßt, was sie jemals über Jungs, Freundschaft und die Realität zu wissen glaubte.
Rezensionsexemplar vom Carlsen Verlag

Joanne Horniman - Über ein Mädchen
Inhalt (lt. amazon.de):
Anna ist schüchtern und einsam – bis sie Flynn trifft, zuerst mit Gitarre auf der Bühne, dann im Café, dann mit vollen Einkaufstaschen auf der Straße. Beide fühlen sich unwiderstehlich zueinander hingezogen. Zusammen zeichnen sie, essen Bananenkuchen, träumen, baden, lachen – und lieben sich. Doch auch zwischen Liebenden gibt es Geheimnisse; auch Liebende sind sich manchmal unglaublich fremd und manchmal hält die Liebe nicht …

Dienstag, 7. Mai 2013

[Rezension] David Nicholls - One Day

David Nicholls - One Day

dt. Ausgabe: Zwei an einem Tag; Heyne Verlag; ab ca. 10€
Inhalt (lt. amazon.com): HE is Dexter Mayhew, tall, dark and (she can't deny it) handsome, largely naked and somehow in her single bed in her tiny room on the very last day of four years of education. SHE is Emma Morley, bottled red hair, wilfully badly dressed, all principles and no action. And very, very surprised to find herself kissing Dexter Mayhew. A simple one night stand, at the dawn of the rest of their lives? Or are Dex and Em living proof that -- despite an unlikely beginning -- men and women really can be just good friends?
 »Gerade stelle ich mir dich mit 40 vor!« Es ist der 15. Juli 1988, und Emma und Dexter, beide zwanzig, haben sich gerade bei der Abschlussfeier kennengelernt und die Nacht zusammen durchgemacht. Am nächsten Morgen gehen beide ihrer Wege. Wo werden Sie an genau diesem Tag ein Jahr später stehen? Und wo in den zwanzig darauffolgenden Jahren? Werden sich die beiden, die einander niemals vergessen können, weiterhin immer gerade knapp verpassen?
Genre: Gegenwartsliteratur // Romanze
Gelesene Ausgabe:
Seiten: 448
Preis: ab 5,70€
Verlag: Hodder & Stoughton
Meine Meinung: 'One Day' beziehungsweise 'Zwei an einem Tag' sollte inzwischen - auf welcher Weise auch immer - jedem irgendwie mal begegnet sein. Nun hat es mir eine Freundin ausgeliehen, so dass ich es auch endlich lesen konnte.
Das Cover ist ja bei der deutschen und der Originalausgabe gleich. Das sieht man ja heute eher selten. Mir gefällt es auch ziemlich gut, obwohl orange nicht so meine Farbe ist. Auch den Titel 'One Day' finde ich kurz und prägnant und nachdme ich das Buch gelesen habe auch sehr aussagekräftig. Die Kapitel sind nämlich so eingeteilt, dass immer vom 15. Juli in einem Jahr zwischen 1988 und 2008 erzählt wird. Die deutsche Übersetzung 'Zwei an einem Tag' finde ich mal wieder misslungen. Das hört sich an, als würde ein männlicher Protagonist über seine 'Aufreiß-Taktiken' schreiben. Zwei Frauen an einem Tag, oder so ähnlich.
Den Schreibstil Nicholls empfinde ich als einen sehr besonderen. Er schreibt auf eine Art und Weise, die ich schlecht einfangen und beschreiben kann, die mich aber doch sehr fasziniert hat. Die Beschreibungen sind detailliert aber nicht langweilig und die Erörterung von Ereignissen ist spannend und ehrlich, aber in keiner Weise platt oder vulgär.
Wie gewohnt habe ich das Buch auf Englisch gelesen. Was mich sehr erstaunte, war, dass ich sprachlich mit dem Buch nicht so gut zurecht kam. Das verwunderte mich, weil ich ja inzwischen seit Jahren auf Englisch lese und mir kaum etwas so richtig schwer fällt. Der Grund, dass es mir mit diesem Buch anders ging, könnte sein, dass der Autor häufiger britischen Slang benutzt und Wörter, die ich einfach nicht kannte. Schlimm fand ich das nicht, denn man wächst ja schließlich an seinen Aufgaben, dennoch würde ich das Buch im original auf keinen Fall Anfängern im englischen Lesen empfehlen.
Die beiden Hauptcharakter sind Dexter und Emma 'Em'. Als Leser erlebt man das Leben innerhalb von 20 Jahren von den beiden mit. Von Anfang an weiß man quasi, dass die beiden füreinander bestimmt sind, es aber nie auf die Reihe kriegen, zusammen zu kommen, da sie jeweils einen völlig unterschiedlichen Lebensstil haben. Dexter kommt aus gutem Haus, studiert Anthropologie und steigt danach ins Medien-Business ein. Dort stolpert er von einer Beziehung in die nächste und hat doch einige Problem mit Alkohol. Emma hingegen weiß nach dem Studium nicht so richtig, was sie machen will. Daher probiert sie sich auf der Bühne und hinter der Bühne aus, agiert als Lehrerin und versucht nebenbei als Autorin erfolgreich zu werden.
Ich persönlich konnte mich mit keinem der beiden Charaktere identifizieren, habe aber mit Spannung ihr Schicksal verfolgt. Ungewöhnlich ist wahrscheinlich, dass Dexter mehr sympathie bei mir hervorgerufen hat als Emma. Welchen grund das hat, kann ich nicht sagen, aber ich denke, dass Mitleid dabei eine große Rolle spielt. 
Dennoch muss ich sagen, dass es David Nicholls gelungen ist zwei extrem unterschiedliche und sehr realistische Charaktere zu schaffen.
Die Idee für dieses Buch finde ich außerordentlich gut. Meistens sind Romanzen ja nur eine Momentaufnahme und eventuell auch mal ein Ausblick in die Zukunft. Dieser hier ist jedoch anders, da man als leser die Charaktere über 20 Jahre hinweg begleitet.
Fazit: Ich empfand dieses Format als sehr interessant und gut gelungen, aber gleichzeitig auch anstrengend zu lesen. Dennoch kann ich jedem diesen Roman nur ans Herz legen.
Bewertung: 4 von 5 Sternen

Samstag, 4. Mai 2013

[Hannah liest Klassiker] Jane Austen - Pride and Prejudice

Pride and Prejudic (by Jane Austen)

Jetzt, wo ich durch 'Jane Eyre' wieder auf den Geschmack von englischen Klassikern gekommen bin, dachte ich, dass 'Pride and Prejudice' nun mal an der Reihe wäre. Mir ist durchaus bewusst, dass es eigentlich etwas völlig anderes ist, aber mir war einfach danach.
Gekannt habe ich 'Pride and Prejudice' bisher nur aus dem Kinofilm mit Keira Knightley, der zu einem meiner Lieblingsfilme gehört. Im Groben wusste ich also schon worum es ging.
Entschieden habe ich mich dann letzendlich für eine Hörbuchfassung, die mir wirklich sehr gut gefiel. Ich finde es toll, dass die Charaktere alle ein wenig 'abgedreht' sind und jeder besondere Charakterzüge hat, womit das Lesen eindeutig mehr Spaß macht.
Jane Austen hat einen tollen Mittelweg zwischen Ernst und Humor gefunden. Auf der einen Seite Elizabeths exzentrische Mutter und ihre wilde und ungezügelte Schwester Lydia, auf der anderen Seite Jane und ihr Liebeschaos um Mr. Bingley und natürlich Elizabeth selbst und Mr. Darcy.
Da ich vorher nur den Kinofilm kannte, merkte ich dann erst, wie viel eigentlich fehlt und das einige Dinge völlig falsch dargestellt wurden. Das Buch hat hier und da schon die ein oder andere Länge, bei der ich mir wünschte, dass alles ein wenig schneller passieren würde.
Dennoch hatte ich Spaß während ich 'Pride and Prejudice' hörte und werde definitiv noch den ein oder anderen Roman von ihr Lesen.

Englische Ausgabe: kostenloses Kindle-eBook; Taschenbuch ab 6,95€
Deutsche Ausgabe (Stolz und Vorurteil): Kindle-Edition für 0,99€; Taschenbuch ab 6,95€