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Dienstag, 8. Juli 2014

[Rezension] Jasinda Wilder - Falling Into You

Jasinda Wilder - Falling Into You (1 von 3)

Inhalt (lt. Verlagsseite): „Ich verliebe mich nicht nur in dich, Nell, ich falle kopfüber in dich hinein. Du bist ein Meer, und ich ertrinke in den Tiefen deiner Seele.“ 
Ich war nicht immer in Colton Calloway verliebt. Erst liebte ich seinen jüngeren Bruder. Kyle war auf alle erdenklichen Arten meine erste wahre Liebe. Dann, an einem stürmischen Augustabend, starb er durch meine Schuld, und der Mensch, der ich war, starb mit ihm. 
Colton nimmt mir nicht meinen Schmerz. Er lehrt mich, verletzt zu sein, verzweifelt zu sein. Doch kann er mich auch lehren, mir selbst zu vergeben?

Genre: New Adult // Romanze

Gelesene Ausgabe: (bestellen?)
Seiten: 320
Preis: 9,99€
Verlag: Mira Taschenbuch

Meine Meinung: 'Falling Into You' ist ein neuer Titel aus dem Genre 'New Adult', welches zur Zeit ja einen regelrechten Boom erfährt. In diesem Roman, der gleichzeitig auch Auftakt einer Trilogie ist, geht es um Nell. Nell wächst in gut behüteten Verhältnissen auf und verbringt die meiste Zeit mit ihrem besten Freund und Nachbarn Kyle. Die beiden verlieben sich, so wie es jeder voraus gesagt hatte. Ihre Beziehung scheint perfekt bis Kyle plötzlich stirbt. Auf Kyles Beerdigung lernt Nell dann Kyles Bruder Colton kennen, der völlig anders ist als Kyle es war. Jahre später trifft sie ihn in New York wieder und die beiden verlieben sich trotz ihrer Schuldgefühle ineinander.
Das Cover ist recht nichtssagend und, wie ich finde, den anderen New-Adult-Covern sehr ähnlich. Dennoch weiß der Leser sehr genau, was ihn erwarten wird. Das finde ich gut. Auch gut gefallen hat mir, dass der englische Titel beibehalten wurde, da er einen Bezug zur Geschichte hat und daher wunderbar passt.
Von dem Schreibstil der Autorin war ich sehr überrauscht und schließlich auch begeistert. Ich hatte das Gefühl, dass sie wirklich in die Tiefe geht mit dem, was sie schreibt und beschreibt. Es ließ sich sehr flüssig lesen und die beschriebenen Gefühle und Gedanken kamen bei mir gut an.
Die Sexszenen, die in diesem Buch natürlich vorkommen, sind auch sehr gut geschrieben. Ich bin da etwas pingelig. Ich kann es nicht leiden, wenn nicht explizit geschrieben wird, was passiert und ich kann es ebenfalls nicht leiden, wenn es obszön geschrieben ist - schließlich sollte es noch sinnlich bleiben.
Die Story an sich gefiel mir nicht ganz so gut, wie Wilders Schreibstil. Ich konnte mich mit Coltons und Nells Beziehung nicht so recht anfreunden. Fand irgendwie, dass sie nicht so zusammen passten - gerade im direkten Vergleich zu Kyle und Nell. Außerdem fand ich, dass sich im Mittelteil des Romans die Handlungen immer wieder im Kreis drehten, bis sie dann am Ende (für meinen Geschmack zu plötzlich) eskalierten. Für mich war es nicht das richtige Maß an Spannung und Entspannung.
Dennoch bin ich gespannt, wie es in der Trilogie weitergehen wird. Wie ich schon sagte, gefiel mir Jasinda Wilders Schreibstil gut, daher bin ich zuversichtlich, das die nächsten Bände mehr für mich bereit halten, als dieser.


Bewertung: 3.5/5 Sternen

Herzlichen Dank an BloggdeinBuch und den MIRA Taschenbuch Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



Dienstag, 4. Februar 2014

[Rezension] Jonas Jonasson - Die Analphabetin, die rechnen konnte

Jonas Jonasson - Die Analphabetin, die rechnen konnte



Inhalt (lt. Goodreads.com): Die aberwitzige Geschichte der jungen Afrikanerin Nombeko, die zwar nicht lesen kann, aber ein Rechengenie ist, fast zufällig bei der Konstruktion nuklearer Sprengköpfe mithilft und nebenbei Verhandlungen mit den Mächtigen der Welt führt. Nach einem besonders brisanten Geschäft setzt sie sich nach Schweden ab, wo ihr die große Liebe begegnet. Das bringt nicht nur ihr eigenes Leben, sondern gleich die gesamte Weltpolitik durcheinander...

Genre: Humor

Gelesene Ausgabe:
Seiten: 448
Preis: 19,99€
Verlag: Carl's Books

Meine Meinung:

Zu Beginn muss ich sagen: Ich habe Jonassons ersten Roman 'Der Hundertjährige, der aus dem Fenster sprang und verschwand' noch nicht gelesen. Dementsprechend ist sein zweiter Roman, der erste von ihm, den ich lese. Ich kann also keine Vergleiche anstellen (was vielleicht auch gar nicht so schlecht ist).

Kurz zu sagen worum es in 'Die Analphabetin, die rechnen konnte' geht, ist sehr schwer, denn die rund 500 Seiten umfassend fast 50 Jahre des Lebens der Hauptfigur Numbeko. Alles beginnt in einer Latrinen-Anlage in Südafrika in den 1950ern, wo Numbeko arbeitet. Durch einige Zufälle und Pläne ihrerseits gelangt sie an die unterschiedlichsten Orte und kommt mit einigen mächtigen Personen der Weltgeschichte (zu dieser Zeit) zusammen, bis sie schließlich in Schweden landet. Numbeko ist außerordentlich intelligent und bringt damit alles durcheinander, wohin sie auch kommt. Der Roman begleitet sie bis in die 2000er-Jahre.

Der Titel ist natürlich super: Einprägsam aber gleichzeitig auch verwirrend, so dass man neugierig wird, wer diese Analphabetin ist, die rechnen kann und was zur Hölle das miteinander zu tun hat. Das Cover ist ganz nett und passt natürlich optisch zu Jonassons ersten Band, allerdings fehlt mir hierbei der Zusammenhang zum Inhalt des Romans.

An den Schreibstil des Autors muss man sich zunächst erst gewöhnen. Diejenigen, die den 'Hundertjährigen ...' gelesen haben, kennen das vermutlich schon. Jonasson schreibt sehr direkt, nimmt kein Blatt vor den Mund. Besonders auffallend ist dabei sein 'kühler' Humor. Ohne große Schnörkel beschreibt er die abstrusesten Gegebenheiten, was als Leser aneckt und gleichzeitig amüsiert,

Numbeko ist ähnlich merkwürdig, wie auch der Schreibstil des Autors. Sie ist witzig, behält immer einen klaren Kopf und nimmt auch gerne mal ihr Gegenüber auf den Arm (ohne dass dieser es unbedingt merkt). Während des Verlaufs des Romans trifft sie auf die unterschiedlichsten Gestalten, die alle eine Macke zu haben scheinen. Das ist wirklich sehr amüsant.

Die Geschichte an sich beginnt wie schon erwähnt in Südafrika. Gleichzeitig wird allerdings ein Handlungsstrang in einem Dörfchen in Schweden mit verfolgt. Ich als Leser habe mich wirklich ständig gefragt, wie das zusammen passen soll und auf die Auflösung musste ich auch etwas länger warten. So lustig und abstrus die Story auch sein mag, sie wird nach einiger Zeit doch etwas zäh und langweilig. Irgendwann wiederholt sich ein und dieselbe Handlung immer wieder, nur in unterschiedlicher Ausführung. Das ist sehr schade, denn so zog sich der Mittelteil etwas (Anfang und Ende hatten dieses Problem nicht). Spaß gemacht hat es trotzdem, doch manchmal merkte man dem Buch seine Seitenzahl an.


Fazit: Ein Roman, der mich vor allen Dingen durch Charaktere und Schreibstil überzeugen konnte.

Bewertung: 3.5/5 Sternen