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Freitag, 9. November 2012

[Rezension] Heather Dixon - Entwined



Heather Dixon - Entwined
dieser Roman ist im Deutschen leider noch nicht erschienen & ein Erscheinen ist zur Zeit nicht geplant

Bildquelle: goodreads.com

Inhalt (lt. Goodreads.com): Azalea is trapped. Just when she should feel that everything is before her . . . beautiful gowns, dashing suitors, balls filled with dancing . . . it's taken away. All of it. The Keeper understands. He's trapped, too, held for centuries within the walls of the palace. And so he extends an invitation. Every night, Azalea and her eleven sisters may step through the enchanted passage in their room to dance in his silver forest. But there is a cost. The Keeper likes to "keep" things. Azalea may not realize how tangled she is in his web until it is too late.

Genre: Fantasy / Märchen

Gelesene Ausgabe:
Seiten: 472

Preis: 7,40€

Verlag: Greenwillow Books; Reprint (März, 2012)

Meine Meinung:
'entwine' heißt übersetzt so viel wie 'umschlingen' und beschreibt weiterhin auch einen Tanz, bei dem die Tänzer mit einem Tuch verbunden sind und tanzen.
Den Titel fand ich wunderbar gewählt, denn er ist wirklich sehr zweideutig. Auf der einen Seite der Tanz als die Leidenschaft der 12 Schwestern, aber auch 'umschlungen' im Sinne von gefangen.
Das Cover ist wunderschön! Ich vermute, dass es Azalea zeigen soll, da diese auch oft von ihren bauschigen Röcken spricht.
Unter 'Entwined' darf man sich ein schönes Märchen vorstellen. Das Gute, das Böse. Könige, Prinzessinen, hübsche Prinzen und das unschuldige Mädchen. Heather Dixon beschreibt dies auch wirklich sehr schön und man kann sich in eine märchenhafte Welt träumen.
Für eine tiefergehende Geschichte haben mir allerdings interessante Charaktere gefehlt. Diese sind alle in 'gut' oder 'böse' eingeteilt und daran wird während der Handlung nicht gerüttelt. Besonders der Hauptcharakterin Azalea hat meiner Meinung nach zu wenig Tiefe gehabt. Sie wurde als rein und unschuldig dargestellt, aber in einem Alter von fast 20 Jahren ist man das ganz sicher nicht mehr. Mich störte dieses einseitige, denn ein Buch ist erst dann interessant, wenn es interessante Charaktere gibt.
Dennoch war es ein nettes Märchen. Die Spannung hielt sich zwar auf den ersten 300 Seiten in Grenzen, aber es war doch ganz amüsant zu lesen. Empfehlen würde ich es also allen, die ein Fable für überzuckerte Märchen haben, für mich war es allerdings eine einmalige Sache.
Fazit: Ein nettes Buch für zwischendurch. Für mich hatte es einfach zu wenig Tiefe!

Bewertung: 3 von 5 Sternen

Sonntag, 26. August 2012

[Doppelrezension] Antonia Michaelis - Der Märchenerzähler

Doppelrezension? Das heißt, dass meine jüngere Schwester Clara und ich den Roman beide gelesen und bewertet haben. Da wir einen sehr unterschiedlichen Büchergeschmack haben, ist es für euch hoffentlich interessant direkt zwei Meinungen zu lesen.

Antonia Michaelis - Der Märchenerzähler


Inhalt (lt. amazon.de): Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseres Wissen verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn es gibt noch einen anderen Abel: den sanften, traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas schlimmste Befürchtungen wahr werden?

Genre: Jugendbuch / Mystery

Gelesene Ausgabe:
Seiten: 448

Preis: 16,95€

Verlag: Oetinger Verlag

Das sagt Clara dazu:
Ich hab dieses Buch zu meinen Geburtstag gewünscht und es auch bekommen. Gefunden hab ich es, als ich nach Krimis und Ähnlichem suchte. Das Cover und der Titel des Buches fiel mir sofort ins Auge. Ich finde, dass das Cover sehr schön gestaltet ist und wollte wissen welche Geschichte sich dahinter verbirgt. Auch der Klappentext versprach viel. Von der Autorin selbst habe ich allerdings noch nie etwas gehört.
Ich las die ersten 200 Seiten und diese fand ich nicht besonders spannend. Es gab ein paar wenige spannende Moment, aber diese gingen so schnell vorbei, wie sie kamen. Anfangs gefiel mir Antonia Michaelis’ Schreibstil nicht gut, dieser wurde aber mit der Geschichte immer besser.
Bei den nächsten und letzten 200 Seiten habe ich mir nicht mehr so viel erhofft, aber da fing die Geschichte erst „richtig“ an. Auf diesen Seiten wurde es sehr spannend und sie fesselten mich.
Auch die Charaktere fand ich am Anfang nicht besonders gelungen, doch desto mehr man von ihnen erfuhr umso mehr konnte man sich in die Charaktere hineinversetzten.
Im ganzen fand ich das Buch sehr gelungen, auch wenn meiner Meinung nach die erste Hälfte sehr träge verlief.
Fazit: 4 von 5 Sternen
Das sage ich dazu:
Ich war überrascht und zwar positiv! Wie ich oben schon sagte, haben meine Schwester und ich einen sehr unterschiedlichen Buchgeschmack. Aber da ich von 'Der Märchenerzähler' nun schon oft gelesen habe, wollte ich es dann doch auch mal lesen.
Normalerweise sind spannende Romane nichts für mich, ich bin in dieser Hinsicht etwas zartbesaitet und kann dann nachts nicht schlafen (jaaa, ich weiß...). Außerdem lese ich lieber ruhige oder traurige Romane.
Aber zurück zum Thema: Beeindruckt hat mich auch das Cover, welches wirklich wunderschön ist und super zum Buch passt. Auch den Titel finde ich passen: kurz und treffend.
Der Schreibstil der Autorin war okay, aber erst später war ich begeistert davon. Eine Sache, die ich allerdings absolut nicht leiden kann: Wenn Personen im Buch andere Personen mit vollem Namen ansprechen; wer macht so was? 
Die Charaktere waren durchdacht und gewollt gegensätzlich: Auf der einen Seite Anna, aus einer behüteten Familie, mit Plänen für die Zukunft. Auf der anderen Seite Abel, geheimnisvoll, gefährlich und aus einer vollkommen anderen gesellschaftlichen Schicht.
Toll waren natürlich die Märchen zwischendrin, welche die Realität wiederspiegeln sollten. Es war interessant zu erraten, welche Figur welche Person in der Realität darstellen soll.
Auch die Handlung neben den Märchen war toll durchdacht und hatte alles was eine spannende Geschichte braucht. Antonia Michaelis lässt ihre Leser im Dunkeln umhertappen oder hinters Licht führen. 
Fazit: 4 von 5 Sternen
Clara und ich sind uns - ausnahmsweise - einig:
4 von 5 Sternen für 'Der Märchenerzähler'