Montag, 11. März 2013

[Rezension] Lucinda Riley - Das Orchideenhaus

Lucinda Riley - Das Orchideenhaus
OA: Hothouse Flower; Penguin; 9,20€



Inhalt (lt. amazon.de): Als junges Mädchen verbrachte Julia Forrester jede freie Minute bei ihrem Großvater, einem bekannten Orchideenzüchter, im Gewächshaus von Wharton Park. Nach einem schweren Schicksalsschlag führt der Zufall Julia Jahre später noch einmal zu dem Anwesen zurück. Der jetzige Besitzer Kit Crawford überreicht ihr ein altes Tagebuch, das bei den Renovierungsarbeiten gefunden wurde und womöglich Julias Großvater gehörte. Als Julia ihre Großmutter Elsie mit dem Tagebuch konfrontiert, drängt ein jahrelang gehütetes Familiengeheimnis ans Licht, das auch Julias Leben komplett verändern wird …

Genre: Historischer Roman

Gelesene Ausgabe:
Seiten: 544
Preis: 9,99€ 
Verlag: Goldmann Verlag

Meine Meinung: Ein ansprechendes Cover, ein netter Titel und ein vielversprechender Klappentext, das alles wies auf einen gutes Buch über ein Familiengeheimnis hin. Leider merkte ich schon auf den ersten Seiten, dass daraus wohl nichts werden würde.
Zunächst muss ich sagen, dass ich mit Lucinda Rileys Schreibstil (oder der deutschen Übersetzung...das weiß man ja bei Übersetzungen nie so genau) leider überhaupt nicht klar kam. Die Sprache kam mir doch sehr hochgestochen, aber dennoch ungelenk vor. Auch die wörtliche Rede der Charaktere war für mich einfach nicht nachvollziehbar, da ich sie aufgesetzt und übetrieben fand. Immer wieder dachte ich 'so spricht doch niemand...'.
Weiterhin irritierte mich der Perspektivenwechsel. Mal wurde aus der einen Persepktive erzählt, mal aus einer anderen. So richtig konnte sich die Autorin wohl nich entscheiden.
Die Charaktere waren meiner Meinung nach sehr typisiert. Auf der einen Seite die frisch verwitwete Julia, die in ihrem Elend versinkt. Danaben ihre Schwester Alicia, die engagierte vierfache Mutter. Leider blieben diese Charaktere auch die meiste Zeit in ihrem Schema und wenn sie sich doch änderten, wirkte das falsch und aufgesetzt.
Was mich ebenfalls störte, war dass die Figuren fast alle in 'Gut' und 'Böse' unterteilt wurden. Die Gutmenschen waren dann oft auch völlig fehlerfrei, was bei mir dazu führte, dass ich mich nicht in sie hineinversetzen konnte und sie unsympathisch fand.
Die Story an sich lässt auch zu wünschen übrig. Mir fehlte dieser 'rote Faden'. Es passierten zwar einige Dinge, doch irgendwie hatte ich das Gefühl, dass doch alles sehr durcheinander war. Was fehlte, war DAS große Familiengeheimnis, das im Klappentext angepriesen wurde. Die meisten Wendungen, konnte ich vorher erahnen oder waren nicht so unerwartet, wie sie dargestellt wurden. Dadurch nahm der Roman mir auch das letzte bisschen Leselust. Dennoch hielt ich bis zum Ende durch um den Roman zu beenden.
Fazit: Ich war von dem Roman 'Das Orchideenhaus' enttäsucht. Wider meiner Erwartungen konnte mir das Buch weder Spannung noch ein msyteriöses Familiengeheimnis bieten.

Bewertung: 2 von 5 Sternen

Kommentare:

  1. Mir ging es bei dem Buch ganz genauso! Ich hatte mich so sehr auf die "große, verblüffende Enthüllung" des Geheimnisses gefreut, was dann aber eigentlich ausblieb. Ich wusste es vorher schon. Und gegen Ende ist so viel passiert, dass ich es schon lächerlich fand. Schade. Aber ich habe daraus gelernt, dass ich bei dieser Art von Romanen, in denen es um Familiengeheimnisse geht (lese ich sehr gerne!) bei denen von Kate Morton bleiben muss. Die sind einfach klasse!

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    1. Schade eigentlich...aber nun ja, bei Kate Morton weiß man tatsächlich einfach was man bekommt! Ich habe von Lucinda Riley noch ein zweites Buch rumliegen, mal sehen wie das so ist.

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  2. Bei solchen Büchern macht mich schon der Klappentext stutzig. Ich meine, welches Familiengeheimnis der Großeltern-Generation kann das Leben eines Protagonisten "komplett verändern"? Klar kann es erschütterd sein, wenn sicher geglaubte Familienstrukturen zusammenbrechen, aber ein mehr als 50 Jahre zurückliegendes Ereignis wirft einen nicht gänzlich aus der Bahn, dafür ist man viel zu sehr im eigenen Alltag verankert. Da ich selbst schon Klappentexte geschrieben habe, weiss ich, dass man zu solch reisserischen Formulierungen nur greift, wenn das Buch sonst wenig hergibt ;)

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    1. Naja, da bist du wahrscheinlich Profi auf dem Gebiet. Für mich persönlich klang es eigentlich recht interessant...eben nach Familiengeheminis.

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  3. Oh neeein!
    Das war mein Buch für den Buchstaben "O"!
    Jetzt habe ich noch weniger Lust es zu lesen :D

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  4. Und ich habe das Buch immer noch auf meiner WuLi :-) Dann bleibe ich doch wohl auch lieber bei Kate Morton - ich mag sie echt gern lesen. Mary Alice Monroe lese ich auch gern.
    Ich wünsch dir noch einen schönen Ostermontag und wenn du magst, schau mal auf meinem Blog vorbei. Dort habe ich eine Oster-Buchverlosung laufen.
    Ich kannte deinen Blog noch nicht und bleibe dann gleich mal als neue Leserin da :-) Hanne

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