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Mittwoch, 28. August 2013

[Hannah liest Klassiker] Guy du Maupassant - Bel-Ami

Guy du Maupassant - Bel-Ami

Im Rahmen meine BuchVerfilmungs-Challenge habe ich mir den Film 'Bel-Ami' von 2011 angeschaut. Im Anschluss habe ich die Romanvorlage gelesen.
Die Geschichte spielt in Paris in den 1880er Jahren und dreht sich um den jungen Mann Georges Duroy, der nach einem Auslandseinsatz nach Frankreich zurückkehrt und in Paris ein sehr armes Leben führt. In kurzer Zeit lernt er Leute kennen, die ihn in das Pressewesen einführen und er beginnt eine Karriere als Journalist.
Je mehr Erfolg er dort hat, desto mehr Selbstvertrauen gewinnt er. Die Frauen um ihn herum fühlen sich von ihm angezogen. Schnell merkt er dies und nutzt sein neugewonnenes Selbstbewusstsein um die Frauen zu verführen und ihre Liebe auszunutzen. Georges oder Bel-Ami, wie er von seinen Freundinnen genannt wird, hat mehrere Affären gleichzeitig.
Der Roman zeigt, wie sehr man Macht ausnutzen kann und wie Erfolg aus guten Menschen manchmal schlechte Menschen macht.
Der Roman hat rund 400 Seiten und zog sich für mich schrecklich in die Länge. Da ich den Film vorher gesehen hatte, blieben für mich auch die wenigen Überraschungsmomente weg. Alles ist sehr überzogen und übetrieben beschrieben, was die Ironie der Geschichte verdeutlichen sollte. Mich nervte es allerdings nach wenigen Seiten schon.
Auch die Charaktere des Romans fand ich sehr anstrengend. Auch diese sind sehr überzogen dargestellt. Vor allem die Frauen als dumme Geschöpfe, die alle diesem einen Mann hinterherrennen, fand ich mehr als störend. Im ganzen Buch gab es keine Person, die mir in irgendeiner Art und Weise sympathisch war.
Abschließend kann ich sagen, dass mir 'Bel-Ami' keine schönen Lesestunden bereitet hat und sich für mich lange hinzog.

Kurze Information:
Die deutsche Fassung bekommt man ab 10€ als Taschenbuch; die Kindle-Version ist kostenlos

Donnerstag, 6. Juni 2013

[Hannah liest Klassiker] Frank Wedekind - Frühlings Erwachen

Frank Wedekind - Frühlings Erwachen. Eine Kindertragödie.

Inhalt:
Franz Wedekind schildert in dieser Tragödie lebendig das Schicksal der beiden Gymnasiasten Melchior und Moritz und der 14-jährigen Wendla. Melchior möchte seinem ängstlichen und durch das Erwachsenwerden verunsicherten Freund Moritz helfen, indem er eine Aufklärungsschrift für ihn verfasst. Doch anstatt ihm zu helfen, verstört diese den Jungen nur noch mehr, sodass Moritz sich schließlich verzweifelt das Leben nimmt. Eines Tages trifft Melchior Wendla und sie verlieben sich ineinander. Als Wendla von Melchior schwanger wird, veranlasst ihre Mutter eine Abtreibung, die die Jugendliche jedoch nicht überlebt. Nachdem man bei Moritz Melchiors Aufklärungsschrift gefunden hat, geben die Lehrer ihm die Schuld für den Selbstmord und er muss die Schule verlassen und fortan in einer Erziehungsanstalt leben. Am Grab Wendlas begegnen sich Melchior und der tote Moritz noch einmal, doch als der Tote Melchior ermutigen will, sich auch das Leben zu nehmen, zieht ihn ein „vermummter Herr“ von Moritz fort. Lebendig stellt Wedekind die auch heute noch aktuellen schulischen und sexuellen Probleme Jugendlicher und die Folgen, die mangelhaftes Einführungsvermögen seitens der Eltern und Lehrer und versäumte Aufklärung haben können, dar. Doch trotz der tragischen Thematik enthält Wedekinds Stück auch humorvolle Szenen, wie beispielsweise die karikaturhafte Darstellung der Lehrer. Zeitgenössische Kritiker warfen dem sehr umstrittenen Stück Pornographie vor, und so wurde das 1890/91 entstandene Stück erst 1912 zur Aufführung freigegeben.
 Quelle: amazon.de
Vor kurzem habe ich die Musical-Adaption zu 'Frühlings Erwachen' in einem Theater in meiner Stadt gesehen und war von dem Werk sehr beeindruckt. Also habe ich mir kurzerhand das eBook heruntergeladen um die 'Kindertrgödie' im Original zu lesen. Mit 'Frühlingserwachen' schaffte Wedekind das erste Drama, in dem Kinder bzw. Jugendliche die Hauptakteure sind. Vor allem geht es dabei darum, dass sie ihre ersten Erfahrungen mit Sex und Liebe erleben. Wie man oben in der Zusammenfassung schon lesen kann, hat das keinen guten Ausgang.
Mit den 126 (in der Kindle-Version) ist das Drama sehr schnell gelesen gewesen und auch die Sprache war nicht übermäßig schwer zu verstehen. Natürlich muss man sich erst einmal in die Sprache von vor 100 Jahren eindenken, danach gab es aber für mich keine Schwierigkeiten mehr.
Beeindruckend finde ich, dass das Drama vor 100 Jahren geschrieben wurde und somit etliche Tabus gebrochen haben muss (das kann man alleine schon daran sehen, dass das Stück erst 20 Jahre nach Erscheinen aufgeführt wurden durfte) und die Gesellschaft auf eine extrem heftige und krasse Art und Weise kritisiert.
Mir hat das Lesen des (eher unbekannten) Klassikers Spaß gemacht und ich kann es jedem emfpehlen, der auch mal in der Freizeit zu einem Reclam-Heftchen greift.

Genrelle Information: Das Buch gibt es ab 3,50€ als Taschenbuch. Die eBook Version für das Kindle ist kostenlos.

Samstag, 4. Mai 2013

[Hannah liest Klassiker] Jane Austen - Pride and Prejudice

Pride and Prejudic (by Jane Austen)

Jetzt, wo ich durch 'Jane Eyre' wieder auf den Geschmack von englischen Klassikern gekommen bin, dachte ich, dass 'Pride and Prejudice' nun mal an der Reihe wäre. Mir ist durchaus bewusst, dass es eigentlich etwas völlig anderes ist, aber mir war einfach danach.
Gekannt habe ich 'Pride and Prejudice' bisher nur aus dem Kinofilm mit Keira Knightley, der zu einem meiner Lieblingsfilme gehört. Im Groben wusste ich also schon worum es ging.
Entschieden habe ich mich dann letzendlich für eine Hörbuchfassung, die mir wirklich sehr gut gefiel. Ich finde es toll, dass die Charaktere alle ein wenig 'abgedreht' sind und jeder besondere Charakterzüge hat, womit das Lesen eindeutig mehr Spaß macht.
Jane Austen hat einen tollen Mittelweg zwischen Ernst und Humor gefunden. Auf der einen Seite Elizabeths exzentrische Mutter und ihre wilde und ungezügelte Schwester Lydia, auf der anderen Seite Jane und ihr Liebeschaos um Mr. Bingley und natürlich Elizabeth selbst und Mr. Darcy.
Da ich vorher nur den Kinofilm kannte, merkte ich dann erst, wie viel eigentlich fehlt und das einige Dinge völlig falsch dargestellt wurden. Das Buch hat hier und da schon die ein oder andere Länge, bei der ich mir wünschte, dass alles ein wenig schneller passieren würde.
Dennoch hatte ich Spaß während ich 'Pride and Prejudice' hörte und werde definitiv noch den ein oder anderen Roman von ihr Lesen.

Englische Ausgabe: kostenloses Kindle-eBook; Taschenbuch ab 6,95€
Deutsche Ausgabe (Stolz und Vorurteil): Kindle-Edition für 0,99€; Taschenbuch ab 6,95€

Samstag, 13. April 2013

[Hannah liest Klassiker] Jane Eyre

Charlotte Bronte - Jane Eyre

Für die Bahnfahrt in den Urlaub war ich auf der Suche nach einem etwas längeren Hörbuch, dass ich nicht schon nach wenigen Stunden fertig gehört hatte. So stieß ich auf 'Jane Eyre' von Charlotte Bronte, was ich schon lange mal lesen wollte.
Ein bisschen Angst hatte ich schon, denn ich kaufte das Hörbuch auf Englisch, wie sich das für einen englischen Klassiker gehört. Erstaunlicherweise konnte ich mich aber auf das Hörbuch viel eher konzentrieren, als wenn ich englischsprachige Klassiker lese. Das werde ich nun öfter machen!
Worum es geht wusste ich zunächst auch nicht.
Das Buch besteht aus drei Teilen, die durch Abschnitte in Janes Leben eingeteilt sind.
Generell geht es um das Waisenkind Jane Eyre, die bei ihrer tyrannischen Tante aufwächst und letztendlich in ein christliches Internat geschickt wird. Die Zeit dort prägt sie sehr und sie bleibt nach ihrem Schulabschluss noch weitere Jahre als Lehrerin dort.
Nach dieser Zeit bekommt sie eine Stelle als Gouvernante in einem kleinen Haushalt, wo sie sich um das französische Mädchen Adele kümmert. In diesem Haushalt - Thornfield Hall - lernt sie den Besitzer des Hauses kennen: Mr. Rochester. Fast umgehend verliebt sie sich in ihn, obwohl er um
einiges älter ist. Wie seine Gefühle zu ihr sind, erfährt man längere Zeit nicht.
Mehr möchte ich an dieser Stelle auch garnicht verraten.
Ich war erstaunt, wie sehr mich diese Story gepackt hat, denn das hätte ich so nicht erwartet. Wenn ich an 'Klassiker' denke, dann finde ich diese zwar meistens interessant oder informativ, aber selten spannend und mitreißend. Vielleicht liegt das aber auch an der Verbindung zur Schule und die damit verbundene Pflicht.
Dennoch steht 'Jane Eyre' einem gut geschriebenen Roman der heutigen Zeit in nichts hinter her. Jane ist eine sehr interessante Figur, die als sehr intelligent und nachdenklich dargestellt wird. Das ist zu dieser Zeit für Frauen ja eher unüblich - vor allem in dieser Schicht.
Auch die Liebesgeschichte (ist sie es? wird sie es sein?) hat mich wirklich fasziniert und mitgerissen. Ich habe bis zum Schluss mitgefiebert und habe das Hörbuch zufrieden und überwältigt beendet!

Kurze Information:
Die deutsche Fassung bekommt man ab 1€ als eBook und ab 10€ als Buch.
Die Originalfassung bekommt man als eBook kostenlos und als Buch ab 2,20€

Donnerstag, 21. Februar 2013

[Verfilmt] Der Name der Rose





Infos zum Film:
Erscheinungsjahr, -ort: 1986, Deutschland/Frankreich/Italien
FSK: ab 16
Genre: Kriminalfilm
Regie: Jean-Jacques Annaud ('Sehnsucht nach Afrika')
Hauptdarsteller: Sean Connery ('James Bond'), Christian Slater ('Interview mit einem Vampir'), Ron Perlman ('Drive')

Darum geht's: 1327 – Hinter dieser Zahl verbergen sich nicht nur 1 mysteriöser Todesfall und 3 Ketzer, 2 Fremde, die das Rätsel lösen wollen, und 7 Tage, bevor die Apokalypse über die Menschen hereinbrechen soll. Die Zahl gibt auch das Jahr an, in dem Der Name der Rose spielt. Das ausgehende Mittelalter ist Hintergrund dieser spannenden Detektivgeschichte, die wie nebenbei Nachhilfeunterricht in Religion, Glaube wie Aberglaube, gibt. Sean Connery spielt den für seinen Scharfsinn und seine Unangepasstheit berüchtigten Franziskaner-Mönch William von Baskerville. Er wird begleitet von seinem Novizen Adson, gespielt von Christian Slater, der rückblickend zugleich auch Erzähler der seltsamen Ereignisse ist. William ist in brisanter Mission unterwegs: Er soll zwischen zwei Glaubensfraktionen vermitteln. Als er und Adson auf der abgelegenen Abtei in den italienischen Alpen ankommen, sind sie jedoch vor allem als Aufklärer rätselhafter Mordfälle gefragt.

Meine Meinung: Mit 'Der Name der Rose', Umberto Ecos Meisterwerk, hatte ich ja schon während des Lesens für die Uni zu schaffen. Das Genre des Kriminalromans ist absolut nicht meins, mit historischen Romanen kann ich auch eher weniger anfangen. Da 'Der Name der Rose' ein Mix aus beidem ist, merkt man, warum ich so wenig Spaß am Buch hatte.
Trotzdem hat mich der Film dazu interessiert und ich habe ihn vor Kurzem angeschaut.
Der Film ist quasi die abgespackte Variante des Romans: Der Krimi abzüglich aller geschichtlicher Exkurse, die sich ja nun wirklich schlecht in einen Film packen lassen.
Sean Connery spielt William von Baskerville, einen der Hauptcharaktere. Auch wenn ich es anders nicht erwartet hätte, war sein Schauspiel wirklich überragend gut. Christian Slater (der während des Drehs erst 15 Jahre alt war!!) konnte mich auch voll und ganz überzeugen.
Bei den restlichen Schauspielern war ich wirklich erstaunt, wie man Menschen so hässlich machen kann (oder dass es solche hässlichen Männer gibt?!). Unglaublich! Mit den vielen Mönchen kam ich auch ziemlich durcheinander.
Auch wenn die Verfilmung sehr nach am Roman ist und es nur sehr wenig Abweichungen gibt, konnte sie mich auch nicht packen. 'Der Name der Rose' und ich - das soll einfach nicht sein.
Allen Krimi und Historien-Fans kann ich allerdings sowohl zum Buch als auch zum Film raten!

Meine moviepilot Bewertung: 5,0 von 10 ('Geht so')

Montag, 28. Januar 2013

[Rezension] J.R.R. Tolkien - The Hobbit

J.R.R. Tolkien - The Hobbit
dt. Ausgabe: Der kleine Hobbit; dtv; 7,95€


Inhalt (lt. Goodreads.com): Im friedlichen Auenland verbringt der Hobbit Bilbo Beutlin sein wenig abenteuerliches Leben. Bis eines Tages 13 Zwerge und der legendäre Zauberer Gandalf uneingeladen zum Tee kommen -- von da an sind die geruhsamen Tage des behäbigen kleinen Hobbits vorbei. Ohne Hut und ohne Frühstück bricht er mit den Zwergen auf, um in einem fernen Land einen verlorenen Schatz wiederzugewinnen. Doch vorher begegnen sie Elben, Trollen, Orks und Riesenspinnen, durchwandern das Nebelgebirge und den Nachtwald, bis sie schließlich zum Einsamen Berg gelangen, wo der Drache Smaug den Schatz der Zwerge bewacht.

Genre: Fantasy // Klassiker

Seiten: 310
Preis: 6,99€
Verlag: HarperCollins

Meine Meinung:
Puh! Geschafft! 
Nachdem ich den Film 'Der Hobbit' im Kino gesehen hatte, wollte ich natürlich auch das Meisterwerk, auf dem der Film beruht, lesen. Ursprünglich ist 'Der Hobbit' als Kinderbuch gedacht gewesen, was im Nachhinein doch Einiges für mich erklärt.
Toll finde ich zunächst, dass meine Ausgabe des Buches einige Illustrationen im Inneren hatte, sowie die ein oder andere Karte. Ich finde das peppt das Ganze auf und verleiht dem ganzen mehr Authenzität.
Das, was man dem Autor nachsagt, ist meiner Meinung nach war. Das Buch ist wirklich sehr gut geschrieben. Die Sprache ist wunderschön und malte Bilder in meinem Kopf. Auch die diversen 'Lieder' und 'Gedichte' gefielen mir wirklich gut.
Lustig fand ich, dass der Erzähler mit dem Leser spricht und einiges auf diese Weise schon andeutet oder vorausdeutet.
Dennoch musste ich mich durch das Buch quälen und habe ungewöhnlich lange gebraucht. Warum? Es ist einfach nichts passiert! Die ersten hundert Seiten empfand ich noch als sehr spannend, da ich sie beim Lesen gleichzeitig mit der Umsetzung im Film vergleichen konnte. Danach jedoch zog sich die Story für mich nur noch wie ein Kaugummi. Ich wartete eigentlich nur noch auf das Zusammentreffen mit dem Drachen Smaug und erhoffte mir dadurch eine sehr spannende Szene. Die blieb leider aus, da rückblickend erzählt wurde, was mit Smaug passiert ist.
Nachdem ich das Buch fertig gelesen hatte, war ich auf der einen Seite sehr erleichtert, aber auch enttäuscht, weil es einfach nicht das war, was ich mir erhofft hatte.
Fazit: Großer Pluspunkt für Tolkiens Erzählstil; im Gegensatz zu der Story konnte mich dieser wirklich überzeugen.
Bewertung: 3 von 5 Sternen

Donnerstag, 10. Januar 2013

[Hannah liest Klassiker] A Christmas Carol by Charles Dickens

Ja, ich gebe es zu: Die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens ist bisher völlig an mir vorbei gegangen. Sowohl als Film, als auch als Buch.
Da ich nun aber mein Kindle zu Weihnachten bekommen habe und es die Kindle-Version von 'A Christmas Carol' kostenlos gibt, wollte ich es mal lesen.
Mit rund 100 Seiten ist es keine lange Geschichte und somit kommt man auch schnell in die Geschichte herein. Und so in etwa weiß wahrscheinlich jeder worum es geht: Der Grießkram Scrooge hast Weihnachten, obwohl er dies mit seiner großen Familie feiern könnte. Dennoch entscheidet er sich jedes Jahr dagegen und verbringt Weihnachten alleine.
Wahrscheinlich kennen auch viele seinen Ausruf: 'Bah! Humbug!' auf alles, was mit Weihnachten zu tun hat.
In der Nacht vor Weihnachten wird Scrooge dann von drei Geistern heimgesucht, die ihm das Wunder der Weihnacht nahe. Dies tun sie auf die verschiedensten Weisen.
Ich empfand 'A Christmas Carol' als sehr einfach zu lesen. Auch die Geschichte gefiel mir wirklich gut und passt auf jeden Fall gut in die Weihnachtszeit.
Eine Verfilmung habe ich allerdings immernoch nicht gesehen.

Kennt ihr Charles Dickens' Weihnachtsgeschichte? Welche der Verfilumgen ist eure liebste?

Donnerstag, 22. November 2012

[Leseeindruck] Umberto Eco - Der Name der Rose

Wie schon bekannt, schreibe ich zu 'Klassikern' keine Rezensionen, denn ich fühle mich nicht bemächtigt dazu diese zu beurteilen!
Ich werde lediglich meinen Leseeindruck zum Gelesenen darstellen, meine Erfahrungen. Vermutlich werde ich auch hierbei in der Luft zerissen. ;)
Generell interessiere ich mich sehr für (deutsche & englische) Klassiker. Für mein erstes Germanistik-Modul sollte ich also dieses Schinken lesen, damit wir ihn später mit dem Film vergleichen können. Zwar ist mir der Titel das ein oder andere Mal über den Weg gelaufen, aber ich wusste eigentlich überhaupt nicht worum es geht (den Film habe ich auch nicht gesehen).
Das einzige was uns unsere Dozentin meinte, war, das Umberto Eco nur ausdauernde Leser haben wollte...und der war ich...NICHT!
Für mich war es einfach nur anstrengend. An sich ist die Geschichte ja recht spannend: Mehrer Mordfälle in einem Kloster in der Provinz von Italien, die von dem Mönch William von Baskerville und seinem Novizen Adson aufgedeckt werden sollen. Dabei entdecken sie nicht nur Hinweise auf die Morde, sondern auch eine Menge anderer Dinge, die in einer Abtei eigentlich nichts zu suchen haben sollten.
An sich klingt das ja spannend. Oder? Ja...aber diese Handlung hätte man auf 200 Seiten begrenzen können. Was ist mit den restlichen 450 Seiten? Tjaa, da fragt man sich doch mittendrin, warum man das jetzt noch liest. Ewiglange Ausführung über diverse Themen. Aufzählungen die teilweise seitelang sind!! Das raubte mir den letzten Nerv.
Letzendlich bin ich einfach froh, dass ich es hinter mich gebracht habe.

Habt ihr 'Der Name der Rose' schon gelesen? Oder habt ihr den Film gesehen? Was haltet ihr davon?

Mittwoch, 29. Juni 2011

[Rezension] Harper Lee - Wer die Nachtigall stört...

Harper Lee - Wer die Nachtigall stört...
OT: To Kill A Mockingbird

Inhalt (lt. amazon.de): Schauplatz ist Macomb County in Alabama während der Depression in den frühen 1930er Jahren. Wohl behütet wächst Jean Louise »Scout« Finch mit ihrem Bruder Jem bei Rechtsanwalt Atticus Finch auf, der nach dem frühen Tod seiner Frau ganz für seine Kinder da ist. Trotzdem spüren alle drei den Rassenhass im tiefen Süden der USA, besonders als Atticus die Verteidigung des Farbigen Tom Robinson übernimmt. Tom soll die Tochter eines weißen Bauern vergewaltigt haben, beteuert jedoch seine Unschuld. Bereits im Vorfeld des Prozesses sehen sich Atticus und seine Kinder zahlreichen Anfeindungen der »ehrwürdigen« Bürger ausgesetzt, die nicht verstehen können, dass man einen »Nigger« überhaupt verteidigt. Aber Atticus ist von dessen Unschuld überzeugt, doch sein Klient wird ermordet.
Aufbau: Der Roman stellt zwei unterschiedliche Moralcodes gegenüber. Die archaischen Überlegenheits- und Abgrenzungsgefühle der weißen Kleinstädter brechen in offenen Rassenhass aus, als das größte aller Vorurteile erfüllt scheint: dass Schwarze weiße Frauen und Mädchen vergewaltigen. Diese »Moral«, das Thema vieler Südstaaten-Autoren, verkörpert am stärksten die verbohrte Tante Alexandra, ein Relikt aus vergangenen Zeiten. Eine andere Moral vertritt Anwalt Atticus, ein toleranter und aufrechter Mensch, die ruhige Stimme der Vernunft in einer Umgebung aus Angst, Hass und Gewalt. Atticus, eine demokratische Figur, vertritt jeden unabhängig von Rasse oder sozialem Status und versucht sogar jene zu verstehen, die ihm fremd sind. Um die Demütigung von Schwarzen nachvollziehen zu können, erklärt er seiner Tochter Scout, müsse man eine Weile in ihre Haut schlüpfen. Scout wird bald die neue Südstaatenfrau im Sinne der Autorin verkörpern – stark, selbstbewusst und tolerant.


Gelesene Ausgabe:
Seiten: 416

Preis: 9,95€

Verlag: rororo

Eigene Meinung: Ein Roman den man gelesen haben sollte. Ich hab es wirklich sehr genossen 'Wer die Nachtigall stört...' zu lesen. Der Roman war wirklich sehr tiefgründig.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Scout erzählt, einem jungen Mädchen, das mit ihrem Bruder Jem und ihrem Vater Atticus in einer kleinen Stadt im Staat Alabama wohnt. Die Geschichte dreht sich um eine Gerichtsverhandlung, bei der einem Schwarzen vorgeworfen wird eine Weiße vergewaltigt zu haben. Scouts Vater Atticus vertritt dabei den Angeklagten und erregt somit einige Gemüter der Einwohner des Südstaaten-Städtchens. Scout und Jem merken dabei auch, dass sie von den Auswirkungen nicht verschont bleiben.
Der Roman braucht ein bisschen bis er ins Rollen kommt. Am Anfang hab ich mich doch ab und an gewundert, worum es jetzt eigentlich geht und ob nochmal was passiert. Dennoch waren auch die ersten Kapitel nicht langweilig. Der größte Teil des Romans ist sehr ruhig, aber trotzdem sehr spannend auf einer anderen Ebene. 
Angetan war ich von der Beziehung zwischen Vater und seinen Kindern. Zum einen waren die Charaktere so glaubhaft beschrieben, dass man glauben will, dass es da ein Vorbild für die Autorin gab. Außerdem steckt in der Beziehung zwischen Vater und Kindern so viel Liebe und Respekt, was, wie man schnell merkt, nicht in die Gesellschaft zu dieser Zeit passt. Dennoch oder gerade deshalb begeistert einen diese Verbindung und bewegt einen wirklich.
Fazit: Ein Roman, den man gelesen haben muss. Sehr tiefgründig und bewegend!

Bewertung: 5 von 5 Sternen

Mittwoch, 18. Mai 2011

Hannah liest Klassiker: 'The Importance of Being Earnest'

Keine Rezension...das ist auch gewollt so. Ich fühle mich nicht in der Lage dazu sogenannte Klassiker zu bewerten und zu kritisieren. Ich will euch lediglich mitteilen, wie ich damit zurecht kam und was ich an dem Buch besonders mochte (also quasi doch eine kleine Rezension...:D, aber keine Bewertung!)

Oscar Wilde - The Importance Of Being Earnest

Inhalt: "Wilde's witty and buoyant comedy of manners, filled with some of literature's most famous epigrams." Eine verwirrende Geschichte über Liebe, Ernsthaftigkeit und die Bedeutung des Namens 'Ernest'

Das Buch kann man für einen Euro bei amazon erwerben. Es hat nur 56 Seiten, sehr kurz. Mir hat der Klassiker super gefallen. Er hält was er verspricht: Es ist wirklich eine Komödie. Zu Beginn war ich verwirrt durch die ganzen Namen und die verschiedenen Orte und Personenkonstellationen. Nach dem 1. Akt war ich allerdings in der Handlung drin und da wurde es wirklich herrlich komisch, wenn auch immernoch ab und zu verwirrend. Aber dadurch lebt das Schauspiel auch erst auf. Ich würde es wirklich wahnsinnig gerne im Theater sehen. Mal sehen, ob ich dazu die Möglichkeit habe!