Donnerstag, 22. November 2012

[Leseeindruck] Umberto Eco - Der Name der Rose

Wie schon bekannt, schreibe ich zu 'Klassikern' keine Rezensionen, denn ich fühle mich nicht bemächtigt dazu diese zu beurteilen!
Ich werde lediglich meinen Leseeindruck zum Gelesenen darstellen, meine Erfahrungen. Vermutlich werde ich auch hierbei in der Luft zerissen. ;)
Generell interessiere ich mich sehr für (deutsche & englische) Klassiker. Für mein erstes Germanistik-Modul sollte ich also dieses Schinken lesen, damit wir ihn später mit dem Film vergleichen können. Zwar ist mir der Titel das ein oder andere Mal über den Weg gelaufen, aber ich wusste eigentlich überhaupt nicht worum es geht (den Film habe ich auch nicht gesehen).
Das einzige was uns unsere Dozentin meinte, war, das Umberto Eco nur ausdauernde Leser haben wollte...und der war ich...NICHT!
Für mich war es einfach nur anstrengend. An sich ist die Geschichte ja recht spannend: Mehrer Mordfälle in einem Kloster in der Provinz von Italien, die von dem Mönch William von Baskerville und seinem Novizen Adson aufgedeckt werden sollen. Dabei entdecken sie nicht nur Hinweise auf die Morde, sondern auch eine Menge anderer Dinge, die in einer Abtei eigentlich nichts zu suchen haben sollten.
An sich klingt das ja spannend. Oder? Ja...aber diese Handlung hätte man auf 200 Seiten begrenzen können. Was ist mit den restlichen 450 Seiten? Tjaa, da fragt man sich doch mittendrin, warum man das jetzt noch liest. Ewiglange Ausführung über diverse Themen. Aufzählungen die teilweise seitelang sind!! Das raubte mir den letzten Nerv.
Letzendlich bin ich einfach froh, dass ich es hinter mich gebracht habe.

Habt ihr 'Der Name der Rose' schon gelesen? Oder habt ihr den Film gesehen? Was haltet ihr davon?

Kommentare:

  1. Hallo, mir ging es mit diesem Buch wie dir - zäh wie Kaugummi und oft musste ich Sätze nochmal lesen weil ich am Schluss gemerkt hab, dass ich abgeschaltet hatte :D

    Die Geschichte an sich ist super und ich bin auch ein großer Fan des Filmes (:

    Liebe Grüße

    Jacy

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    1. Da bin ich ja erleichtert, dass ich da nicht die einzige bin ;) Bin auf jeden Fall sehr gespannt auf den Film!

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  2. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen! Allerdings hatte ich schon immer ein großes Interesse an Antike und Mittelalter, insofern fand ich auch die ganzen Debatten ect. spannend. Zudem wimmelt es im Buch von Anspielungen aller Art, die wirklich viel Humor reinbringen, aber ein gewisses Vorwissen erfordern, damit man sie überhaupt erkennt...

    LG, Julia

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    1. Da magst du Recht haben, mich interssiert die Thematik überhaupt nicht. Daran wird's vor allem gelegen haben!

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  3. Juhu :)
    Na, das klingt ja nicht sehr motivierend xD Ich bin nach wie vor dabei, das Buch zu lesen und musste mich auch schon durch die ein oder andere langatmige Passage kämpfen. Allerdings wird man durchaus entschädigt finde ich. Allein, was man alles an Hintergrundinformationen bekommt, finde ich super spanndend! Bin jetzt in der Mitte und fand, dass durchaus eine Steigerung da war. Hoffentlich baut die nicht wieder ab. Meine endgültige Meinung gibts demnächst ;D
    Übrigens fühle ich mich auch nie autorisiert dazu, für solche literaturwissenschaftlichen Schätze eine Rezi zu verfassen. Aber ich machs doch immer; eine Rezension ist ja auch immer subjektiv und beruht auf dem induviduellen Wissensstand des Verfassers ;P
    Falls ihr in dem Seminar interessante Sachen über das Buch erfahrt, sag mir Bescheid! Vielleicht erscheint es dir dann ja auch in einem anderen Licht ;)

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    1. Ich bin schon seeehr gespannt auf deine Meinung dazu ;)
      Ich werde mir demnächst erstmal in Ruhe den Film anschauen und sehen, was ich davon halte!
      Wahrscheinlich bin ich auch einfach zu feige Rezensionen zu Klassikern zu schreiben. Wenn er mir nicht gefallen hat, kriege ich immer total fiese Kommentare. :/

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  4. Hallo,
    ich habe das Buch zum ersten mal gelesen, als ich knapp 20 Jahre alt war und habe es geradewegs "verschlungen". Mittlerweile habe ich den Film öfters gesehen, ein gleichnamiges Theaterstück, eine Hörspielfassung und zuletzt auch die englische Übersetzung als Hörbuch beim Joggen gehört. Beim Hören ist mir aufgefallen, wie langwierig manche der philosophischen Disputationen des Buchs ausgefallen sind und habe mich nachträglich gewundert, dass mich das damals beim ersten Lesen nicht weiter gestört hat, als ich mit den meisten behandelten Gegenständen noch nicht wirklich etwas anfangen konnte. Aber so hatte ich beim Wiederlesen/-hören immer wieder neue "Erleuchtungen", da sich mein Wissensstand in Sachen Philosophie, Metaphysik und Mittelalter stets erweitert hatten. Der Name der Rose ist ein großartiges Buch, aber sicherlich nichts für jedermann. Ich wunderte mich immer, wie es solch ein schwergewichtiges Werk, das fast mehr als zur Hälfte aus wissenschaftlichen und philosophischen Disputationen besteht, auf die Bestsellerliste geschafft hat und sich dort solange halten konnte. Meine Vermutung ist ja, dass es vielfach ungelesen im Regal steht und dass es sich um eines dieser bildungsbürgerlichen "Must-haves" handelt, die das Selbstwertgefühl ihres Besitzers steigern. Also - nur nicht entmutigen lassen ;-)

    Viele Grüße,
    Harald

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