Montag, 3. Dezember 2012

[Rezension] Lars Schütz - Der Mosaikleger



Lars Schütz - Der Mosaikleger

Klappentext: Um zu begreifen, was es mit diesem Fluch auf sich hat, reiht Alessio Abend für Abend unzählige Mosaiksteine aneinander. Ein Fremder gab sie ihm einst mit dem Versprechen, dass sie das Rätsel um seine Augen entschlüsseln würden. Nach und nach geben die Steine entscheidende Momente aus Alessios Leben wieder. Sie erzählen von dem Mann, der die Ratten liebt, von der sonnendurchfluteten Mezquita in Cordoba und von einer Laterne, die quietschend im Wind schaukelt. Und wie bei Geschichten von Männern mit traurigen Augen und großen Flüchen so üblich, beginnt auch diese mit einer Frau…

Genre: Kurzgeschichte

Gelesene Ausgabe:
Seiten: 104

Preis: 3,90€ (kaufen?)

Verlag: Doplpack Verlag

Meine Meinung: Erstmal muss ich wohl das 'Auftreten' des Buches erklären, denn dieses ist sehr auffällig. Da es eine Kurzgeschichte ist, ist auch das Buch kurz. Es passt locker auf meine Handfläche und ließ sich dadurch überall hin mitnehmen.
In der Geschichte geht es um Alessio de Maniche oder auch den Mosaikleger, dessen Lebensgeschichte erzählt wird. Ich möchte an dieser Stelle nicht all zu viel von der Geschichte preisgeben. Der (unbekannte) Erzähler enthüllt nach und nach Stücke von Alessios Leben, die er als Mosaiksteine beschreibt. Immer wieder wird erwähnt, dass die Mosaikstücke nicht zwingend in dieser Reihenfolge gelegt werden müssten, sondern dass sie auch anders gelegt Alessios Lebensgeschichte erzählen könnte.
Ein schönes Leben hatte der Mosaikleger wirklich nicht und der Autor erzählt mit viel Fantasie davon. Die Geschichte lehnt an die des Doktor Faust von Goethe an, wie auch ein (sehr passendes) Zitat am Anfang der Geschichte verrät. Ich kenne den Inhalt Fausts nur grob und kann daher nicht sagen inwiefern sich die Inhalte näher überschneiden.
Beeindruckt war ich von Lars Schütz Schreibstil. Es war glatt zu lesen, sehr spannend, und was mir besonders gefiel: Das Bildliche. Der Autor schaffte es eine gewisse Atmosphäre zu schaffen, die zwischen unheimlich, fantastisch und melnacholisch schwankte. Ich empfand seine Geschichte als sehr lebendig, seine Wort als poetisch und bildlich, so dass man die Situationen tatsächlich vor Auge hatte.
Nach beenden der Geschichte ließ sie mich mit einem kurzen Schauern zurück und ich habe mich wirklich gut unterhalten gefühlt.
Fazit: Ein sehr interessantes und spannendes Leseabenteuer! Ich hoffe, dass man von Lars Schütz bald mehr hören wird!

Bewertung: 5 von 5 Sternen


Herzlichen Dank an den Doplpack-Verlag und Lars Schütz für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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